Bei ToyotaDas Ziel ist klar: den positiven Schwung nutzen und auf diesem Terrain kostspielige Fehler vermeiden. Elfyn Evans betont insbesondere die Notwendigkeit, nach der schwierigeren Ausgabe 2025, die sich als anspruchsvoller als erwartet erwies, die Ruhe zu bewahren. Der Waliser spricht von einer stabileren Basis in dieser Saison, will aber nicht übermütig werden. „Letztes Jahr haben wir vielleicht zu viel an den Einstellungen herumgespielt und dadurch an Boden verloren. Dieses Jahr haben wir etwas Stabileres, also mal sehen.“Das erklärt er, bevor er seine Prognosen relativiert. „Wir werden nichts als selbstverständlich ansehen. Das ist die RallyeAlles ist möglich.
Diese vorsichtige Herangehensweise kommt in einem Kontext, in dem Toyota stark aufgestellt zu sein scheint. Die Idee einer Top-5-Platzierung, die vom japanischen Hersteller dominiert wird, macht bereits die Runde, doch Evans konzentriert sich lieber auf das Wesentliche: eine saubere Durchführung der Rallye, ohne sich von voreiligen Spekulationen ablenken zu lassen. Die Rallye der Kanarischen Inseln stellt ganz besondere Herausforderungen dar: sehr saubere, schnelle Strecken, die kaum Fehler verzeihen. Evans betont die Wichtigkeit von Präzision und Selbstvertrauen in den Ansagen, auf einer Strecke, auf der die Sichtverhältnisse schnell zum entscheidenden Faktor werden können.
„Hier sind die Spielräume minimal, jedes Detail zählt. Es ist eine Rallye, bei der man kaum etwas erkennen kann, man muss den Anweisungen des Fahrers vertrauen.“Er beharrt darauf. Hinzu kommt das unbeständige Wetter, typisch für eine gebirgige Insel. Zwischen vorüberziehenden Wolken, schwankender Sicht und möglichen Änderungen der Bodenhaftung können sich die Bedingungen jederzeit komplett ändern.
Andere Fahrer haben starke Ambitionen geäußert.
Während Evans besonnen bleibt, strahlen seine Teamkollegen ein deutlich selbstbewussteres Auftreten aus. Oliver Solberg, der nach dem Shakedown schnell unterwegs war, setzt bei dieser Rallye auf ein gutes Gefühl und positive Erfahrungen, trotz seines frustrierenden Ausfalls im letzten Jahr. „Wir haben letztes Jahr hier viele Etappen gewonnen. Das Auto läuft gut und das Gefühl ist gut.“Er betont dies, bevor er das gemeinsame Ziel klar formuliert: „Ja, ein Toyota-Fünffacher, das ist das Ziel.“
Diese Einschätzung teilte auch Sami Pajari, der nach mehreren Podiumsplätzen immer stärker in Form kommt. Der Finne macht aus seinen Siegambitionen kein Geheimnis, räumt aber gleichzeitig die Schwierigkeit der Aufgabe ein. „Nach einigen zweiten und dritten Plätzen möchte ich nun meinen ersten Sieg einfahren. Aber das wird nicht einfach.“, vertraut er an und betont dabei auch die Präzision, die auf schnellen und technisch anspruchsvollen Sonderprüfungen erforderlich ist.
Katsuta, engagierter Anführer
Der Führende der Meisterschaft, Takamoto Katsuta, verfolgt einen besonneneren Ansatz. Der Japaner lässt sich von seiner Platzierung in der Rangliste nicht ablenken und konzentriert sich lieber auf seine persönliche Weiterentwicklung. „Es ist schön, in Führung zu liegen, aber das ändert nichts an meiner Herangehensweise. Ich muss mich weiter verbessern.“„Er erklärt es. In einer Meisterschaft, die er noch als lang und ungewiss betrachtet, betont Katsuta, wie wichtig es sei, konstant und konzentriert zu bleiben, ohne sich zu früh auf den Titelkampf zu konzentrieren.“
Am Ende des ersten Tages präsentiert sich Toyota mit einer soliden Leistung, getragen von einem eingespielten und erfahrenen Team. Doch hinter dieser gelassenen Zuversicht verbirgt sich bei allen Fahrern die gleiche Erkenntnis: Auf den Kanarischen Inseln ist nichts sicher. Zwischen winzigen Lücken, wechselnden Bedingungen und anspruchsvollen Wertungsprüfungen kann der kleinste Fehler teuer zu stehen kommen. Mehr denn je werden Konstanz und Anpassungsfähigkeit entscheidend sein – zwei Eigenschaften, die Toyota offenbar unbedingt in den Vordergrund stellen will, um sein Potenzial in Erfolge umzusetzen.
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