Diese Woche ist Portugal Gastgeber des sechsten Laufs der Saison 2026 der WRC. Rallye Bekannt für ihr anspruchsvolles und herausforderndes Terrain, ist sie die erste echte Schotterrallye des Jahres – abgesehen von der Safari Rallye Kenia im vergangenen März, die ein einzigartiges Profil aufwies. Eine der markantesten Besonderheiten dieser Rallye Portugal ist ihr Format: Am Donnerstag, dem 07. Mai, absolvieren die Teams drei Wertungsprüfungen und kehren anschließend nach Figueira da Foz zu einer Reifenwechselzone zurück, wo ausschließlich Reifen gewechselt werden dürfen. Danach folgt ein anspruchsvoller zweiter Tag über 96,22 Kilometer, jedoch ohne regulären Service auf halber Strecke. Stattdessen haben die Organisatoren eine abgelegene Servicezone eingerichtet, die am Freitag in Arganil eröffnet wird. Diese ermöglicht den Teams zwar Arbeiten an den Fahrzeugen, ist aber begrenzt und verändert die Herangehensweise an diese Auftaktetappe der Rallye Portugal grundlegend.
Rallye Portugal: Das Arganil-Fernwartungsproblem
Konkret bedeutet dieser Service aus der Ferne, dass die Teams zusätzliche Ersatzteile in ihren Fahrzeugen mitführen müssen. Nur bestimmte dieser Teile dürfen beim Servicestopp in Arganil verwendet werden: Daher ist beim Start der Rallye Vorsicht geboten und die richtige Auswahl muss getroffen werden. Zu den Teilen, die ausgetauscht werden dürfen, sofern sie in den Rennwagen mitgeführt werden, gehört beispielsweise der Stabilisator. Zusätzlich zu diesen Einschränkungen hat die Rennleitung kürzlich ein Dokument veröffentlicht, das genau festlegt, was am Freitag in Arganil erlaubt und was verboten ist. So ist beispielsweise das Nachfüllen von Bremsflüssigkeit erlaubt, die Verwendung von Klebeband hingegen nicht, da dieses die Reparatur eines Großteils der beschädigten Karosserie ermöglichen würde. Auch die Verwendung von Schlauchschellen ist untersagt.
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Manuelle Nutzung, die einzige Option, die den Teams erlaubt ist
Die Herausforderungen beschränken sich jedoch nicht nur auf die erlaubten Werkzeuge und Vorgehensweisen. Zusätzlich zu dieser Liste ist es wichtig zu wissen, dass in der sogenannten Remote-Service-Zone ausschließlich manuell bedienbare Werkzeuge zugelassen sind. So darf ein Team beispielsweise ein Achsmessgerät, eine Handpumpe oder einen akkubetriebenen Kompressor mitbringen, jedoch keine Werkzeuge zum Wechseln von Stoßdämpfern verwenden, die hydraulisch oder fußbetätigt sind, oder ein Ölwechselgerät, das mit einer Luftpumpe arbeitet. Einfallsreichtum, Ausdauer und Vorsicht werden daher zweifellos die Leitprinzipien dieser Rallye Portugal sein.

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