Motorrad-Langstreckenrennen
Samstag, der zweite Renntag des Großen Preises von Brasilien MotoGP Die Rennstrecke Autódromo Ayrton Senna in Goiânia versank im Chaos. Zwischen Bodenwellen, Absenkungen des Asphalts und dem Restwasser nach den Überschwemmungen der vergangenen Woche kam es in fast allen Sessions zu zahlreichen Unfällen.
Eine der 14 Kurven der Strecke hat sich jedoch als Albtraum für die Fahrer erwiesen: Kurve 4. Allein in dieser langen, weitläufigen Rechtskurve ereigneten sich zehn Unfälle: drei in den Trainingssitzungen am Freitag, drei im zweiten Freien Training am Samstagmorgen und dann noch eine weitere Unfallserie im Qualifying, verursacht durch Fehler in Q1 und Q2. Selbst Luca Marini, bekannt für seine fehlerfreie Fahrweise und mit nur einem einzigen Unfall in der gesamten Saison 2025, wurde dort in Q1 erwischt. Dies beweist, dass das Problem über das reine Fahrkönnen hinausgeht.
Auf dem Bildschirm wirkte die Strecke jedoch trocken. Die Schauer vom Freitag hatten sich verzogen und der Sonnenschein hatte sich gelegt. Fabio Di Giannantonio, der im ersten Qualifying-Abschnitt dort zunächst auf der Strecke aufgefallen war, sich dann aber erholt und sich die sensationelle Pole-Position gesichert hatte, erklärte nach seinem zweiten Platz im Sprint die Gründe für die zahlreichen Stürze in diesem Bereich.
„Es gibt ehrlich gesagt viele Unebenheiten. Und die gibt es auf der gesamten Strecke.“ Das sagte er der Presse am Ende des Tages auf der Ayrton-Senna-Rennstrecke.„Man muss extrem präzise sein, millimetergenau. Die größte Unebenheit ist vielleicht in Kurve 4. Da stürzen ja alle. Direkt beim Bremsen gibt es eine große Bodenwelle. Es gibt viele Unebenheiten auf der ganzen Strecke, aber sie ist trotzdem großartig. Es sind halt nur ein paar Unebenheiten hier und da.“
Eine knifflige Strecke für MotoGP-Fahrer.
Kurve 4 war jedoch nicht die einzige Kurve, die Unfälle verursachte. Am Samstag wurden insgesamt 32 Unfälle registriert, im Vergleich zu nur 9 am Freitag. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die Strecke durch die heftigen Regenfälle, die die Region in den ersten Tagen der Veranstaltung heimgesucht hatten, verschmutzt war.
Diese Hypothese wurde von Johann Zarco bestätigt, als er seinen Unfall in der 8. Runde des Sprints zu rechtfertigen versuchte: „Mein Sturz? Raul [Fernández] hat mich überholt, und beim Bremsen hat er mich nach innen gezogen, deshalb bin ich nicht innen gefahren. Wenn man außen ist, verliert man sofort die Kontrolle über das Vorderrad. Das liegt daran, dass die Strecke außerhalb der Ideallinie schmutziger ist.“ Nach einem frustrierenden Samstag gab die in Cannes geborene Frau gegenüber der französischen Presse zu.
Noch deutlicher wird diese Beobachtung im zweiten Quartal, in dem Marc Márquez, Francesco Bagnaia, Jorge Martín und Pedro Acosta allesamt ausschieden.
Die für die MotoGP komplett neu asphaltierte Rennstrecke von Goiânia war durch die anhaltenden Regenfälle der vorangegangenen Tage insgesamt geschwächt. Bestes Beispiel dafür ist das Loch, das kurz vor dem Start des Moto3-Qualifyings durch eine Absenkung des Asphalts in der Strecke entstand. Dieser Vorfall verzögerte den Start des MotoGP-Sprints um mehr als eine Stunde, während die notwendigen Reparaturen durchgeführt wurden.
Einige Fahrer haben bemerkt, dass die Strecke an bestimmten Stellen absackt, wodurch eine Art Treppe entsteht, die das Bremsen erschwert.
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