Die Leidenszeit für Maverick Viñales geht weiter. Der KTM Tech3-Fahrer wird nicht am Großen Preis von Spanien in Jerez teilnehmen, da er sich nach einer weiteren Operation an seiner linken Schulter auf seine Genesung konzentrieren muss. Ursache: Eine verschobene Schraube, die nach dem letzten Rennen beim Großen Preis der USA operativ entfernt worden war, verschlimmerte eine bereits bestehende Verletzung. Das Ziel ist nun klar: mindestens zum Großen Preis von Frankreich – vom 8. bis 10. Mai – schmerzfrei und ohne körperliche Einschränkungen wieder voll einsatzfähig zu sein.
Diese erneute Abwesenheit trifft den Spanier in einer besonders schwierigen Phase. Er verletzte sich erstmals beim Großen Preis von Deutschland 2025. Seitdem gab es zahlreiche Comeback-Versuche, die oft verfrüht waren und von Rückfällen und anhaltenden Schmerzen überschattet wurden. Trotz eines produktiven Winters und vielversprechender Tests in Sepang traten die Probleme bei den ersten Tests 2026, insbesondere in Thailand, wieder auf. Dies ist eine frustrierende Situation für KTM, die fest mit ihm als wichtiger technischer Figur im Projekt gerechnet hatten.
Angesichts dieser Situation ist Pit Beirers Tonfall deutlich schärfer geworden. Der Chef der Motorsportabteilung von KTM verbirgt seine Verärgerung über die seiner Meinung nach übertrieben optimistische Herangehensweise an die Rückkehr zum Rennsport nicht länger. „Er kam zu früh zurück. Er sagte uns, zusammen mit seinem Arzt und seinen Physiotherapeuten, dass er bereit sei. Aber für die ersten fünf, sechs oder sieben Rennen war er noch nicht bereit.“das erklärte er den deutschen Medien SPEEDWOCHEBeirer geht noch weiter und deutet eine Form der Verleugnung seitens seines Piloten an: „Er hat sich selbst belogen. Es war seine erste Verletzung seit …“ MotoGPVielleicht wusste er nicht, wie er auf seinen Körper hören sollte. Seinen Angaben zufolge wirkte sich diese Eile direkt auf die Leistung und das Selbstvertrauen des Fahrers aus. Das Fahren trotz Schmerzen veränderte allmählich seine Empfindungen, insbesondere beim Bremsen – ein Schlüsselelement in der MotoGP, wo Präzision und Gefühl bei hohen Geschwindigkeiten unerlässlich sind.
Eine strikte physische Voraussetzung für jede Rückkehr
KTM ändert nun seine Strategie radikal. Eine Rückkehr von Maverick Viñales auf die RC16 ist ohne absolute körperliche Garantie undenkbar. Pit Beirer stellt sehr gezielte Fragen, um seine Rückkehr zu bestätigen: „Jetzt ist meine Geduld am Ende. Ich will nicht mehr wissen, ob er glaubt, bereit zu sein. Ich will sehen, wie er 20 Klimmzüge und Liegestütze, einen Kopfstand und einen Handstand schafft. Es muss klar sein, dass er keine Schmerzen mehr hat.“ Eine deutliche, fast schon direkte Aussage, die den Wunsch des Teams widerspiegelt, seinen Fahrer – aber auch seine sportlichen Interessen – zu schützen. Denn über die Verletzung hinaus wurde die gesamte Dynamik des KTM-Projekts beeinträchtigt. Der Tech3-Fahrer, der als technischer Leiter präsentiert wurde, der die Entwicklung des Motorrads vorantreiben konnte, hat seit seinem Unfall nie wieder die nötige Konstanz erreicht, um diese Rolle voll auszufüllen.
Das nächste Ziel bleibt der Große Preis von Frankreich auf dem Bugatti Circuit in Le Mans. Doch dieses Mal wird kein Risiko toleriert. KTM will sicherstellen, dass sein Fahrer in optimaler körperlicher und mentaler Verfassung zurückkehrt. Denn neben der Genesung geht es auch darum, das Selbstvertrauen zurückzugewinnen – ein entscheidender Faktor auf diesem Niveau. In einer Meisterschaft, in der jedes Detail zählt, verdeutlicht der Fall Viñales die Grenzen einer überstürzten Rückkehr nach einer schweren Verletzung. KTM scheint nun entschlossen, vergangene Fehler nicht zu wiederholen, selbst wenn dies eine längere Ausfallzeit für den Fahrer bedeutet. Eine mutige Entscheidung, die den Rest der Saison – und vielleicht sogar seine Zukunft im Motorsport – beeinflussen könnte.
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DANRV64
22 um 04:2026 Uhr
Es sieht so aus, als wäre es das Ende für Viñales bei KTM, und wahrscheinlich auch in der MotoGP, er ist zu unbeständig.