In einem turbulenten Qualifying auf dem Circuit de Goiânia sicherte sich Marco Bezzecchi den zweiten Startplatz, direkt hinter Fabio Di Giannantonio. Wie sein Landsmann musste auch der Italiener ein besonders umkämpftes Q1 bestreiten, in dem mehrere schnelle Fahrer um die beiden einzigen Plätze in Q2 kämpften. In dieser ersten Phase, die von noch immer instabilen Bedingungen und kostspieligen Fehlern für einige Fahrer geprägt war, fand Bezzecchi schnell seinen Rhythmus und übernahm die Führung. Trotz eines kurzen Schreckmoments in seinem letzten Versuch, als er ins Kiesbett geriet, konnte er seine Qualifikationsposition halten und sich damit seinen Platz in Q2 sichern, knapp vor Di Giannantonio.
Im zweiten Qualifying-Abschnitt bestätigte der Aprilia-Fahrer diesen Schwung, indem er sich an die Spitze der Zeitenliste setzte. Dabei profitierte er von einer sich verbessernden Strecke und Anpassungen, die er seit dem Vortag vorgenommen hatte, vor allem aber von den zahlreichen Stürzen der Favoriten, darunter die beiden Ducati-Fahrer und Pedro Acosta. „Es war ein gutes Q1, aber es ist immer sehr schwierig, weil viele Fahrer sehr schnell waren. Es hat mir natürlich für Q2 geholfen, aber es war auch dort schwierig, weiterzukommen. Zum Glück hat es geklappt, die Jungs haben einen super Job gemacht, wir haben verstanden, was gestern nicht funktioniert hat, und heute habe ich mich etwas besser gefühlt.“
Obwohl seine Leistung auf der ersten Runde beachtlich ist, bleibt Bezzecchi hinsichtlich seiner Chancen im Rennen vorsichtig: „Ich glaube immer noch, dass mein Tempo im Rennen nicht gut genug ist; ich konnte nicht viel daran arbeiten, aber wir werden sehen, wie es im Sprint läuft. Ich werde mein Bestes geben.“ An einem Wochenende, an dem es für das gesamte Fahrerfeld, das die Strecke erst kennenlernen muss, noch wenige Anhaltspunkte gibt, bietet dieser Startplatz in der ersten Reihe dennoch eine solide Grundlage. Es bleibt abzuwarten, ob Bezzecchi diese Position im Sprintrennen in ein gutes Ergebnis ummünzen kann, bevor ein besonders offener Grand Prix ansteht.
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