Auf dem historischen Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof, Formel E hat seinen Status als Königsdisziplin des strategischen Managements erneut untermauert. Vom Start weg legte Polesetter Edoardo Mortara einen perfekten Start hin, doch die Ruhe währte nicht lange. Am Steuer von Oliver Rowland verschob sich die Führungsposition schnell und entbrannte ein erbitterter Kampf an der Spitze. In diesem für Berlin typischen, extrem dichten Feld wechselte die Führung Runde für Runde.
Der Wendepunkt des Rennens kam etwa zur Hälfte mit den Pit-Boosts und dem Einsatz des Angriffsmodus. PorscheDie Strategie war, Zeit zu gewinnen, wobei Nico Müller seinen Angriff geduldig vorbereitete. Pascal Wehrlein hingegen erlitt kurz vor dem obligatorischen Boxenstopp einen Reifenschaden und war damit endgültig aus dem Rennen um Punkte ausgeschieden.
Im finalen Duell traf Müller auf Nick Cassidy. Obwohl Cassidy in der Schlussphase noch einmal alles geben wollte, hatte der Schweizer einen entscheidenden Vorteil: 1 % mehr Energiereserven als sein Rivale. In einem atemberaubenden Finale bewies Müller heldenhafte Ausdauer und sicherte sich bei seinem 69. Rennstart seinen ersten Karrieresieg. Er überquerte die Ziellinie 4,8 Sekunden vor seinem engsten Verfolger Nick Cassidy. Oliver Rowland komplettierte das Podium.
Dieser Sieg ist umso historischer, als er mit dem 75-jährigen Jubiläum von Porsche zusammenfällt, das im eigenen Land gefeiert wird. Dank dieser Leistung erzielt Müller ein perfektes Ergebnis und klettert auf den dritten Platz in der Weltmeisterschaft, während das Gesamtbild für sein Team durchwachsener ausfällt. Indem Edoardo Mortara Pascal Wehrlein die Führung in der Gesamtwertung abnimmt, entreißt er Porsche die Weltmeisterschaftsführung und trübt damit einen Teil der Feierlichkeiten im eigenen Land.
Formel E – Berlin E-Prix
Das Ergebnis des Rennens
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