Von Startplatz 17 aus zeigte Mitch Evans sein ganzes fahrerisches Können und sicherte sich seinen sechzehnten Karrieresieg, womit er seinen Status als erfolgreichster Fahrer in der Geschichte der Rennserie untermauerte. Formel EDank akribischem Energiemanagement diktierte die Jaguar TCS Racing-Speerspitze auf dem rauen Asphalt von Tempelhof ihre eigenen Gesetze.
Er überquerte die Ziellinie vor Oliver Rowland (Nissan), der ebenfalls eine fantastische Aufholjagd vom 18. Platz hingelegt hatte, dem aber in den letzten Sekunden die nötige Kraft fehlte, um den Tagessieger noch zu überholen. Pascal Wehrlein komplettierte das Podium für PorscheDer Pole-Mann des Tages dürfte es bereuen, denn er muss den Preis dafür zahlen, seinen Angriffsmodus zu früh aktiviert zu haben.
Das Rennen in Berlin war von zahlreichen Zwischenfällen geprägt. In der vierten Runde änderte sich alles. In einem Anflug von Übermut vor der Schikane gerieten die Mahindras von Nyck de Vries Edoardo Mortara und Nick Cassidys Citroën kollidierten. Mortara konnte den Schaden zwar begrenzen, doch der Aufprall war für den anderen tödlich. Auto De Vries musste das Rennen aufgeben. Der Niederländer hat in den letzten fünf Rennen nur einmal Punkte geholt (Platz 9 beim Berlin E-Prix 1).
Bei Citroën war Nick Cassidys Leidensweg nach der Kollision mit den Mahindras noch nicht vorbei. Kaum hatte der Neuseeländer seinen Rhythmus wiedergefunden, geriet er dann erneut in einen Unfall. Sébastien Buemi (Vorstellung). Ein kostspieliger Zwischenfall zwang Cassidy zur Rückkehr in die Citroën-Box, um einen zerstörten Frontflügel auszutauschen. Trotz seiner Bemühungen, sich zu erholen, musste der Chevron-Pilot schließlich aufgeben.
Inmitten des umgebenden Chaos gelang es Norman Nato (Nissan), sich abzuheben. Der Franzose zeigte eine vorbildliche Leistung und arbeitete sich methodisch von Startplatz sechzehn bis auf einen soliden fünften Platz vor. Auch Jean-Éric Vergne (Citroën) holte Punkte und belegte den achten Platz.
Obwohl ihm der Sieg verwehrt blieb, konnte Pascal Wehrlein dennoch einen wichtigen Punkt gutmachen und die Führung in der Meisterschaft zurückerobern. Mit seiner dominanten Leistung verkürzte Mitch Evans den Rückstand jedoch auf nur noch drei Punkte (101 zu 98) und etablierte sich vor dem prestigeträchtigen Großen Preis von Monaco, der am 16. und 17. Mai zwei Rennen austrägt, als ernstzunehmender Konkurrent in der Gesamtwertung.
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Formel E – Berlin E-Prix
Das Ergebnis des Rennens
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