Wie Anfang März angekündigt, Formule 2wie die Formule 1Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien im April mussten abgesagt werden. Da kein Ersatz zur Verfügung steht, müssen die jungen Fahrer der Meisterschaft bis zum Großen Preis von Monaco Anfang Juni warten, um wieder auf die Rennstrecke zurückzukehren – eine fast dreimonatige Pause nach dem Auftaktwochenende in Melbourne Anfang März.
Welche Lösungsansätze gibt es, um diese Lücke zu füllen?
Um diese Lücke zu füllen, suchte die Formel-2-Organisation rasch nach Alternativen und richtete ihren Blick auf Nordamerika. Laut mehreren Medienberichten, darunter … RennfahrerEs laufen derzeit intensive Gespräche über die Integration der Formel 2 in das Programm des Großen Preises von Miami (1.–3. Mai) oder des Großen Preises von Kanada (23.–25. Mai), oder sogar beider Rennen. Berichten zufolge wurden bereits Kontakte zu den Organisatoren des amerikanischen Rennens geknüpft, um die Machbarkeit einer solchen Vereinbarung zu prüfen. Die logistische Herausforderung ist jedoch beträchtlich. Ein transatlantisches Rennen so kurzfristig zu integrieren, bedeutet, in den bereits vollen Wochenendkalendern Platz zu finden, alle Teams und die gesamte Ausrüstung für die Atlantiküberquerung zu mobilisieren und ein ausreichend großes Fahrerlager auf Rennstrecken einzurichten, die noch nie ein Formel-2-Rennen ausgetragen haben.
In Miami ist das Vorprogramm bereits vollgepackt, insbesondere mit der McLaren Trophy America und die Porsche Der Carrera Cup wird den Lauf in Florida ausrichten, während die Formel-1-Akademie in Kanada fährt. Ob beide Strecken gleichzeitig ausgewählt werden, ist noch nicht sicher; ein einzelner nordamerikanischer Stopp ist weiterhin eine Option. Eine Entscheidung wird jedoch bald erwartet, da logistische Zwänge eine schnelle Wahl erfordern. Sollte es dazu kommen, wäre ein Lauf in Florida eine historische Premiere für die Formel 2 – und darüber hinaus für ihre GP2-Tradition – auf amerikanischem Boden.
Ein potenzielles Dilemma für Colton Herta
In diesem Zusammenhang sticht eine Person besonders hervor: Colton Herta. Der 25-jährige Amerikaner, ein ehemaliger Pilot IndyCar Hertas Wechsel in die Formel 2 mit Hitech in dieser Saison ist ein starkes Marketingargument und rechtfertigt seinen Einstieg in Nordamerika. Er fährt vor heimischem Publikum in einer europäischen Rennserie, die dort noch nie ausgetragen wurde. Doch Hertas Situation ist mehr als nur Symbolik. Sein Einstieg in die Formel 2 ist Teil eines ganz bestimmten Plans: so schnell wie möglich in die Formel 1 zu gelangen – am Steuer eines Cadillacs, für ein neues Team, das in die Weltmeisterschaft einsteigt. Dafür benötigt er die begehrte Superlizenz, deren Erwerb teilweise von einem Punktesystem abhängt, das direkt mit den Formel-2-Ergebnissen verknüpft ist. Jedes verpasste Rennwochenende wäre daher ein Hindernis für den amerikanischen Fahrer.
Genau hier könnte der Rennkalender ein Problem darstellen. Sollte die Formel 2 den Großen Preis von Kanada Ende Mai als ihren Comeback-Termin wählen, würde dieser direkt mit den Indianapolis 500 am 25. Mai kollidieren. Es wird allgemein erwartet, dass Colton Herta die Indy 500 in einem Auto auf Startplatz vier in Angriff nehmen wird. Auto Vom Andretti-Team. Er ist dort bereits sieben Mal während seiner IndyCar-Saisons angetreten, sein bestes Ergebnis war ein achter Platz im Jahr 2020. Der von Cadillac geförderte Fahrer muss sich nun entscheiden: Beim Indy 500 starten und auf ein gutes Ergebnis hoffen oder seinem Formel-2-Programm treu bleiben und seine Chancen auf eine Superlizenz maximieren. Bislang wurde noch nichts bekannt gegeben, daher ist es durchaus möglich, dass die Formel 2 ihre Boliden in Monaco (4.–7. Juni) wieder im Einsatz sieht.
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