Der Eurocup-3 läutete an diesem Wochenende mit dem Renndebüt des Dallara 326 eine neue Ära ein. Zum Abschluss dieses ersten Kapitels bot der Circuit Paul Ricard ein packendes Rennen. Gianmarco Pradel startete zwar von der Pole-Position, doch WM-Führender James Egozi setzte die perfekte Startstrategie um. Der Amerikaner, der aus der zweiten Reihe ins Rennen ging, attackierte souverän in der ersten Kurve und übernahm die Führung.
Das Rennen wurde nach dem Ausfall von Lorenzo Campos durch eine Gelbphase in der Nordschikane schnell neutralisiert. Unter dem Safety-Car musste auch der von der Pole-Position gestartete Gianmarco Pradel aufgrund eines technischen Defekts aufgeben und seine letzten Hoffnungen begraben.
Ein verbaler Schlagabtausch zwischen Al Azhari und Egozi
Beim Neustart stieg die Spannung noch einmal. Unter dem Druck von Keanu Al Azhari hielt Egozi stand, als der aus Dubai stammende Fahrer einen kleinen Fehler machte und kurzzeitig von der Strecke abkam. Es entbrannte ein packender Kampf. Die beiden Fahrer lieferten sich ein erbittertes Duell und fuhren vier Kurven lang Seite an Seite. Obwohl der Emirati zunächst die Oberhand gewann, konterte Egozi einige Runden später und übernahm wieder die Führung, bevor Al Azhari ihm den entscheidenden Schlag versetzte.
Mit seinem Sieg über die Ziellinie sicherte Keanu Al Azhari Hitech GP einen prestigeträchtigen Erfolg und revanchierte sich damit für seine enttäuschende Pole-Position vom Vortag. James Egozi belegte den zweiten Platz und reist als Führender der Meisterschaft aus Südfrankreich ab.
Hinter diesem starken Duo versuchte René Lammers, den Rückstand aufzuholen, doch dem Niederländer fehlte es gegen Ende des Rennens an Tempo, sodass er auf den fünften Platz zurückfiel. Alex Powell komplettierte das Podium.
Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Rennserie gelang weder MP Motorsport noch Campos Racing ein Gesamtsieg. Bester Campos-Fahrer war Alex Powell, der im zweiten Rennen auf dem Circuit Paul Ricard Dritter wurde, vor den beiden MP-Motorsport-Fahrern Ean Eyckmans und René Lammers, die die Plätze vier und fünf belegten.
Auf französischer Seite gelang Rafael Pérard ein beeindruckendes Comeback. Nachdem er im zweiten Qualifying aufgrund eines technischen Defekts auf Startplatz 30 zurückgefallen war, kämpfte sich der Franzose hart bis auf Platz 13 vor. Eine solide Leistung, die die Enttäuschung über seinen Startplatz etwas linderte. Rayan Caretti, der zwischenzeitlich auf Platz 17 vorgerückt war, überquerte die Ziellinie schließlich als 20. Der dritte Sieger des Wochenendes im Sprintrennen, Christopher El Feghali, belegte den neunten Platz.
Die Teilnehmer des Eurocup-3 treffen sich nun vom 5. bis 7. Juni in Portimão zur zweiten Etappe der Saison.
Eurocup-3 – Paul Ricard (Frankreich)
Die Wertung von Rennen 2
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