Der Große Preis von Miami 2026, der am Sonntag, dem 3. Mai, auf dem Miami International Speedway rund um das Hard Rock Stadium stattfinden soll, wird von besonders unbeständigem Wetter überschattet. Die von den Teams regelmäßig konsultierten Vorhersagen von AccuWeather weisen für den Renntag ein Regenrisiko von bis zu 88 % aus. Doch eine andere Zahl sorgt im Fahrerlager für größeres Aufsehen: die 53-prozentige Wahrscheinlichkeit für Gewitter. Denn in Florida bedeutet ein Gewitter nicht nur eine nasse Strecke – es kann die komplette Absage des Rennens zur Folge haben.
In den Vereinigten Staaten empfehlen der Nationale Wetterdienst (NWS) und das Nationale Labor für schwere Stürme (NSSL) offiziell die Absage jeder größeren öffentlichen Freiluftveranstaltung, sobald Blitze in einem Umkreis von 13 Kilometern um den Veranstaltungsort festgestellt werden. In dieser Entfernung ist das Risiko eines direkten Blitzeinschlags oder einer Gefährdung der Öffentlichkeit zu hoch, um die Veranstaltung fortzusetzen. Rettungshubschrauber können nicht starten, Streckenpersonal kann nicht sicher arbeiten, und Zuschauer müssen sofort Schutz suchen. Dies ist keine willkürliche Entscheidung der Rennleitung; es handelt sich um eine Empfehlung, die in Ligen wie der NFL (National Football League) und der NCAA (National Collegiate Athletic Association, der Hochschulsportliga der USA) verbindlich geworden ist und unabhängig von der Sichtweite oder der Regenintensität gilt.
Eine speziell für die Vereinigten Staaten geltende Regel
Diese Einschränkung gilt für alle drei Grand Prix in den USA – Miami, Austin und Las Vegas. Bei einer regenbedingten Unterbrechung sieht das FIA-Sportreglement ein spezielles Protokoll vor, das in Artikel 57 des Sportreglements detailliert beschrieben ist. Alle Fahrzeuge kehren in die Boxengasse zurück, stellen sich in der Überholspur auf und werden dann in die Garagen geschoben. Anders als bei einem regulären Boxenstopp dürfen die Mechaniker in den Garagen an den Fahrzeugen arbeiten – etwas, das normalerweise während einer roten Flagge verboten ist.
Die Neustartschwelle ist präzise definiert: 30 Minuten ohne weitere Blitzeinschläge in der Überwachungszone müssen vergehen, bevor die Rennleitung einen Neustart in Erwägung ziehen kann. Die FIA erteilt die Neustartanweisung mindestens 18 Minuten vor dem geplanten Neustarttermin, und die Teams haben mindestens zehn Minuten Vorwarnung, sobald die Fahrzeuge in der Überholspur aufgestellt sind. Anders ausgedrückt: Selbst wenn das Gewitter schnell nachlässt, kann das Rennen nicht in weniger als einer halben Stunde wieder aufgenommen werden.
Eine Situation, die wir bereits erlebt haben
Dieses Szenario ist nicht theoretisch. Im März 2022 1000 Meilen von SebringEröffnungsrunde der WeltmeisterschaftAusdauer Das FIA-Rennen wurde nach 194 Runden – 70 Minuten vor Schluss – aufgrund eines als zu bedrohlich eingestuften Gewitters wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernt vorzeitig abgebrochen. Das Rennen war zuvor bereits einmal nach einem schweren Unfall mit roter Flagge unterbrochen worden. Toyota GR010-Hybrid Nr. 7 Mike Conway, Kamui Kobayashi et José Maria Lópezgetroffen von der Porsche Der Dempsey-Proton-Rennwagen mit der Startnummer 77 befand sich in Kurve 14. Die Leitplanken hatten 30 Minuten Reparaturzeit benötigt. Der finale Sturm ließ jedoch keinen Spielraum für Verhandlungen, obwohl der Wagen die Rennstrecke nicht vor Ablauf der vorgegebenen Zeit erreicht hatte.
Für den Großen Preis von Miami steht der Rennleitung somit ein klares Regulierungsinstrument zur Verfügung. Es bleibt abzuwarten, ob das für Florida so typische unberechenbare Wetter dem Großen Preis von Miami die nötigen Bedingungen für einen erfolgreichen Abschluss bietet.
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Paul Lucas
01 um 05:2026 Uhr
Das sogenannte „zivilisierte“ Land, in dem es mehr Waffen als Einwohner gibt (wie zu Zeiten der Cowboys), aber vor allem in dessen südlicher Hälfte die meisten Tornados und andere klimabedingte „Probleme“ auftreten … Aber dem Formel-1-Chef ist das alles völlig egal.