Der Vergleich zwischen Kimi Antonelli im Jahr 2025 und 2026 ist frappierend. Letztes Jahr kam der Italiener in F1 mit 18 Jahren als Ersatz für Lewis Hamilton, verlassen für Ferrari Oldtimer kaufen bei Metropole SalesOhne einen einzigen Kilometer in der Königsklasse gefahren zu sein. Obwohl er zunächst beeindruckte, indem er als einziger Rookie den Großen Preis von Melbourne im Regen beendete – Ollie Bearman galt nach seinen beiden Ersatzfahrern 2024 nicht mehr als Rookie –, verlief seine Saison anschließend turbulent: Unfälle, schwache Qualifikationsleistungen und Zuverlässigkeitsprobleme führten zu einem Einbruch Mitte der Saison, bevor zwei Podiumsplätze in den letzten vier Rennen die Wende brachten. Eine chaotische erste Saison, aber reich an Lektionen. Toto Wolff er hielt es dennoch für ausreichend, um sein Vertrauen in den jungen Fahrer aufrechtzuerhalten.
Bis 2026 sieht die Lage radikal anders aus. Neue technische Vorschriften haben die Spielregeln neu gemischt, und Mercedes Mercedes ist der große Gewinner: Das deutsche Team hat alle drei bisherigen Grand Prix und das Sprintrennen für sich entschieden und damit einen nahezu perfekten Saisonstart hingelegt. Antonelli wurde in Australien hinter Russell Zweiter, drehte in China den Spieß um und gewann anschließend in Japan, wo sein Teamkollege Vierter wurde. Er führt nun die Weltmeisterschaft mit neun Punkten Vorsprung vor dem anderen Mercedes-Fahrer an und ist der jüngste Fahrer in der Geschichte der Formel 1, der jemals die Gesamtwertung anführte.
Ein sehr guter Saisonstart
Auf die Frage der offiziellen F1-Website nach seinem Sieg in Japan nach dem Ausmaß seiner Fortschritte antwortete Antonelli direkt: „Das ist ein großer Schritt nach vorn. Erfahrung zählt sehr viel. Natürlich habe ich letztes Jahr viele Herausforderungen gemeistert, und das hat mir viel mehr beigebracht, als ich erwartet hatte; es hilft mir definitiv in diesem Jahr. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber ich habe das Gefühl, die Dinge jetzt besser im Griff zu haben.“ Die Meisterschaft, die er in dieser Saison demonstriert, steht in starkem Kontrast zu den Prognosen für das Jahr 2025.
Im Qualifying, im Rennmanagement und in der Zusammenarbeit mit dem Team vermittelt Antonelli den Eindruck eines Fahrers, der ein Jahr intensiven Lernens durchlaufen hat und nun die Früchte erntet. Er räumt bereitwillig ein, welchen Beitrag das Auto zu diesem Erfolg leistet: „Das Auto hilft mir sehr, und ich werde versuchen, bereit zu sein und alles zu geben, denn solche Chancen bieten sich nicht alle Tage. Deshalb bin ich dem Team natürlich sehr, sehr dankbar für das Auto, das sie uns bisher zur Verfügung gestellt haben, und ich muss einfach konzentriert bleiben.“ Eine Bescheidenheit, sei sie nun oberflächlich oder aufrichtig, die eine klare Botschaft aussendet: Der Italiener weiß, dass er sich in einem Zeitfenster seltener Möglichkeiten befindet und beabsichtigt, diese nicht zu vergeuden.
Russell liegt in der Qualifikation weiterhin vorn, der Kampf ist eröffnet!
Trotz dieses dominanten Saisonstarts ist Antonelli nicht selbstzufrieden und benennt genau den Bereich, in dem Russell laut dem jungen Fahrer immer noch im Vorteil ist. „Ich denke, er hat im Qualifying immer noch die Nase vorn, besonders in Q3. Er findet immer noch das gewisse Extra, das mir fehlt, aber genau daran arbeite ich. Was die Rennpace angeht, denke ich hingegen, dass wir eine sehr gute Basis haben.“ Eine klare Beobachtung, die jedoch im Widerspruch zur Hierarchie der ersten drei Runden zu stehen scheint: Die Nummer 12 hat bisher eine Pole-Position mehr erreicht als ihr Teamkollege.
In Bezug auf Russell selbst ist der Ton respektvoll und unmissverständlich: „Ich denke, er ist ganz klar ein extrem starker und sehr kompletter Fahrer. Ich denke, das hat er letztes Jahr immer wieder bewiesen, und deshalb wird es nicht einfach werden, und deshalb muss ich alles so perfekt wie möglich machen.“ Diese Aussage spricht Bände über Antonellis Einstellung: Er ist sich des Wertes seines Teamkollegen bewusst und versucht daher nicht, den internen Konkurrenzkampf herunterzuspielen, sondern nutzt ihn vielmehr als Ansporn zur Verbesserung. Russell hat 2025 bewiesen, dass er konstant Höchstleistungen erbringen kann, und genau diese Konstanz strebt Antonelli an.
Der nächste Lauf beim Großen Preis von Miami (1.–3. Mai), dem vierten der Saison, wird ein weiterer Test sein, um die Fortschritte des Italieners zu beurteilen – eine Strecke, auf der er seinen britischen Teamkollegen bei der Ausgabe 2025 übertraf. Sollte Mercedes sein aktuelles Leistungsniveau beibehalten, dürfte das interne Duell zwischen den beiden Fahrern zu den wichtigsten Themen der Saison 2026 gehören.
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09 um 04:2026 Uhr
Auch wenn er ein vielversprechender und talentierter junger Fahrer ist, verdankte er seinen zweiten Sieg teilweise seinem Glück, dass er erst nach dem Safety-Car und nicht wie Russell vorher zum Reifenwechsel angehalten wurde. Zweifellos macht er einen guten Job, aber Vorsicht vor Überheblichkeit! Auf jeden Fall ist er ein junger Fahrer, der ebenso sympathisch wie schnell ist – eine willkommene Abwechslung.