Ferrari wird beim Großen Preis von China seinen „Macarena“-Heckflügel wieder einsetzen.

Für den zweiten Lauf der Saison 2026 plant Ferrari, beim Großen Preis von China seinen drehbaren Heckflügel einzusetzen, der bereits bei den Wintertests zu sehen war – eine originelle technische Lösung, die im Kampf gegen Mercedes eine Rolle spielen könnte.

veröffentlicht 12/03/2026 à 12:31

Zoé Ledent-Mouret

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Ferrari wird beim Großen Preis von China seinen „Macarena“-Heckflügel wieder einsetzen.

© Fabrizio Boldoni / DPPI

Nur wenige Stunden vor den ersten Trainingssitzungen des Großen Preises von China F1, Ferrari Oldtimer kaufen bei Metropole Sales Ferrari bereitet die Präsentation eines der meistdiskutierten technischen Elemente der Vorsaison vor. Das italienische Team hat bestätigt, dass es im ersten freien Training in Shanghai seinen drehbaren Heckflügel einsetzen wird – einen Flügel, der erstmals bei den Wintertests in Bahrain auf der Strecke zu sehen war.

Dieses aerodynamische Bauteil erregte in der zweiten Testwoche auf dem Sakhir-Rundkurs Aufmerksamkeit. Anders als herkömmliche bewegliche Flügelsysteme verändert die von Ferrari entwickelte Vorrichtung nicht einfach den Winkel der oberen Klappe. Der Mechanismus ermöglicht es dem Element, sich um die eigene Achse zu drehen, wenn das Fahrzeug in eine Konfiguration mit geringem Luftwiderstand für hohe Geschwindigkeiten auf gerader Strecke wechselt. Durch die Drehung um 180 Grad vergrößert der Flügel die Öffnung für den Luftstrom und reduziert so den Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten. Auto erreicht seine Höchstgeschwindigkeit. Nach Abschluss der Beschleunigungsphase kehrt das System in seine Ausgangsposition zurück, um in den Kurven die notwendige Unterstützung zu gewährleisten.

Eine neue Verordnung zur Ausnutzung

Dieser Ansatz entspricht der neuen technischen Philosophie des Reglements von 2026, das aktiven Aerodynamiksystemen einen starken Fokus verleiht. Ferraris Ingenieure haben daher versucht, die Unklarheiten im Reglement auszunutzen, um die Vorteile dieses Prinzips zu maximieren. In Bahrain beschränkten sich die Tests auf wenige Runden, doch das reichte aus, um die Originalität der in Maranello entwickelten Lösung zu demonstrieren. Ein Punkt, an den sich der siebenmalige Weltmeister erinnerte: „Wir haben fast einen ganzen Tag mit dieser Flosse verbracht.“

Der Brite hob auch die Bemühungen hervor, die unternommen wurden, um die Entwicklung zu beschleunigen und das Produkt früher als erwartet wettbewerbsfähig zu machen: „Ich bin dem Team sehr dankbar, denn es war eigentlich für einen späteren Zeitpunkt geplant, und sie haben unglaublich hart daran gearbeitet, es zu entwickeln und hierher zu bringen.“ Abgesehen vom technischen Aspekt findet die rasche Einführung dieser Weiterentwicklung in einem spezifischen sportlichen Kontext statt. Ferrari ist bestrebt, den bestehenden Abstand zu verringern. Mercedes Beim Auftaktrennen auf dem Albert Park Circuit in Melbourne übernahmen die Silberpfeile bereits im Qualifying die Führung, mehr als acht Zehntelsekunden vor der Scuderia Ferrari, und konnten diese auch im Rennen behaupten, was zu einem Doppelsieg für das deutsche Team führte.

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Ferrari, der einzige Konkurrent von Mercedes?

Ferrari hatte dennoch mit einem Podiumsplatz ein solides Wettbewerbsniveau gezeigt. Charles Leclerc und ein vierter Platz für Lewis HamiltonDoch der Abstand blieb beträchtlich, am Ende lag er mehr als zehn Sekunden hinter dem Führenden. Der Brite betonte die Wichtigkeit der technischen Weiterentwicklung in einer Saison, in der alle Teams rasante Fortschritte machen. „Das Entwicklungstempo ist momentan für alle recht hoch, daher werden die Leute gespannt sein, wer in den kommenden Rennen Verbesserungen erzielen wird.“

Seinen Angaben zufolge ist der Abstand zu Mercedes zwar weiterhin beträchtlich, aber nicht unüberwindbar: „Im Qualifying waren es rund acht Zehntel, und im Rennen, als sie freie Fahrt hatten, zwischen vier und fünf Zehntel. Das ist ein enormer Unterschied.“ Der siebenfache Weltmeister ist jedoch der Ansicht, dass Scuderia die Mittel hat, um wieder ins Rennen zu kommen: „Wir werden versuchen, den Rückstand aufzuholen, und ich glaube, wir können es schaffen, aber sicher ist es nicht.“

Das Wochenende des Großen Preises von China wird einen ersten konkreten Einblick in die Effektivität des drehbaren Flügels unter Rennbedingungen bieten. Das Sprint-Format schränkt jedoch die verfügbare Streckenzeit ein, da vor dem Sprint-Qualifying nur ein freies Training stattfindet. Ferrari muss daher schnell Daten sammeln, um das Verhalten dieser aerodynamischen Lösung im realen Rennbetrieb zu verstehen und festzustellen, ob sie sich im zu erwartenden technischen Kampf während der gesamten Saison als Vorteil erweisen kann.

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Bemerkungen

2 Kommentare)

Yves-Henri RANDIER

13 um 03:2026 Uhr

Manche nannten es den „Macarena“-Flügel, andere bezeichneten es als „Kebab“.

D

Deusert

12 um 03:2026 Uhr

Hört endlich mit dieser schrecklichen „Macarena“ auf! Hier geht es um die Technik!

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