Zwei Jahre nach der Ankündigung dieser ungewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren von Formule 1 Dank der Zusammenarbeit mit Meereswissenschaftlern hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht: die öffentliche Vorstellung von „Machine One“, einem halbautomatischen System zur Korallenansiedlung. Dieses Gerät, das eines der größten Hindernisse bei der Riffwiederherstellung – die Geschwindigkeit – überwinden soll, könnte die derzeitige Rate verachtfachen.
Die beim Großen Preis von Australien der Formel 1 vorgestellte Maschine mit dem Spitznamen OSCAR (für Operational System for Coral Assembly and Restoration) geht kurz vor Beginn der jährlichen Korallenlaichzeit von der Prototypenphase in die Feldtestphase über.
« Im Rennsport zählt jedes Detail und trägt zu einer besseren Leistung bei. Dieselbe Philosophie wenden wir auch bei der Riffrestaurierung an., erklärt Kim Wilson, Leiterin der Abteilung für Nachhaltigkeit bei McLaren Racing. Jede eingesparte Sekunde verbessert nicht nur die Leistung, sondern beschleunigt auch Innovationen und stärkt unsere Fähigkeit, dieses lebenswichtige Ökosystem zu schützen. »
Das Riff innerhalb eines begrenzten Zeitraums wiederherstellen
Jeden Frühling setzen Korallen innerhalb weniger Nächte Millionen winziger Kolonien in einem natürlichen Vorgang, dem sogenannten Laichen, frei. Wissenschaftler sammeln diese „Bündel“, züchten sie im Labor und setzen sie dann auf Substraten aus, um beschädigte Bereiche zu regenerieren.
Das Verfahren ist zwar vielversprechend, aber nach wie vor sehr aufwendig und zeitintensiv: Der Aufbau einer Halterung kann bis zu 90 Sekunden dauern. Sobald sich das Fortpflanzungsfenster schließt, entfällt jedoch die Möglichkeit, diese jungen Korallen in großem Umfang auszusetzen.
Hier kommt Machine One ins Spiel: Sie reduziert diese Zeit auf nur zehn Sekunden pro Stütze und ebnet so den Weg für eine massive und schnelle Bepflanzung.
Eine von der Formel 1 inspirierte Revolution
Entwickelt in Partnerschaft mit McLaren Racing Das Machine One Accelerator-Programm verbindet modernste Formel-1-Technik mit ökologischer Wiederherstellung. Laut ersten Simulationen könnten damit bis zu 100.000 Stützkonstruktionen pro Woche hergestellt werden, wodurch die Anzahl der jährlich gepflanzten Korallen von etwa 100.000 auf eine Million steigen und gleichzeitig die Kosten deutlich gesenkt werden könnten.
Anna Marsden, Geschäftsführerin der Great Barrier Reef Foundation, bringt es auf den Punkt: Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Diese Zusammenarbeit beweist, dass erstklassige Ingenieurskunst die Lücke zwischen Dringlichkeit und Handlungsfähigkeit schließen kann. »
Nächster Schritt: Tests in Townsville
Nach den Werkstests wird die erste Maschine (Machine One) vor der Brutsaison zum National Sea Simulator in Townsville geschickt, um dort unter realen Riffbedingungen getestet zu werden. McLaren-Ingenieure werden dort eng mit Meereswissenschaftlern zusammenarbeiten, um das System zu optimieren – genau wie auf einer Rennstrecke.
Der Erfolg dieser Initiative könnte die Riffrestaurierung weltweit revolutionieren und von lokalen Experimenten zu einer Lösung führen, die sich schnell an zahlreichen Standorten umsetzen lässt. Zwar kann die Restaurierung allein den Klimawandel nicht aufhalten, doch eine Steigerung der Effektivität und Geschwindigkeit der Maßnahmen könnte die Widerstandsfähigkeit der Riffe in den kommenden Jahrzehnten stärken.
Dr. Cédric Robillot, Geschäftsführer des Programms zur Wiederherstellung und Anpassung von Korallenriffen, betont: Innovation allein genügt nicht. Machine One muss seine Leistungsfähigkeit im praktischen Einsatz unter Beweis stellen. Diese Tests ermöglichen es uns, sein Potenzial vor einer breiteren Anwendung zu bewerten. »
Dieses Projekt ist Teil der übergeordneten Ambition von McLaren Racing: modernste Ingenieurskunst und globale Partnerschaften einzusetzen, um Lösungen für die komplexesten Umweltprobleme zu finden und zu zeigen, dass die Leistung der Formel 1 dem Planeten dienen kann.
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Yves-Henri RANDIER
13 um 03:2026 Uhr
Oscar Piastrí, der Taufpate dieser revolutionären Maschine namens OSCAR, oder reiner Zufall?