Audi verpasste im Qualifying zum Miami Sprint knapp die Top 10: „Wir waren dem Ziel sehr nahe.“

Die beiden Audis von Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg verpassten im Miami Sprint Qualifying den Einzug in SQ3 um wenige Hundertstelsekunden, nach einer ermutigenden Aufholjagd im Anschluss an komplizierte freie Trainings.

veröffentlicht 02/05/2026 à 16:04

Zoé Ledent-Mouret

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Audi verpasste im Qualifying zum Miami Sprint knapp die Top 10: „Wir waren dem Ziel sehr nahe.“

© Eric Alonso / DPPI

Der Tag hatte für Audi schlecht begonnen. Das freie Training wurde durch die hohen Temperaturen auf dem Miami International Autodrome beeinträchtigt – Gabriel Bortoleto verlor dadurch eine halbe Stunde Streckenzeit. Die schwierige Fahrzeugabstimmung gestaltete sich dort besonders knifflig. Doch das Team reagierte zwischen den Trainingssitzungen gut, und das Sprint-Qualifying bot ein deutlich erfreulicheres Bild. Der Brasilianer belegte mit einer Bestzeit von 1:29.994 Minuten den elften Platz. Nico Hülkenberg ist Zwölfter mit einer Zeit von 1:30.019 – zwei Ergebnisse, die beide Männer an die Schwelle von SQ3 bringen, wo sie in einem besonders engen Mittelfeld um wenige Hundertstelsekunden ausgeschieden sind.

Sportdirektor Allan McNish bringt die im Audi-Lager herrschende Mischung aus Frustration und Optimismus gut auf den Punkt: „Beide Fahrer verpassten SQ3 nur um wenige Hundertstelsekunden, was zeigt, wie gering die Abstände sind. Wir gingen in diese Session mit dem Wissen, dass wir bei optimalem Verlauf im Kampf um die Spitze mitmischen könnten, und am Ende waren wir ganz nah dran. Es ist zwar frustrierend, wegen so kleiner Unterschiede auszuscheiden, aber es verdeutlicht auch, wie eng der Wettbewerb ist und worauf wir uns konzentrieren müssen, um den nächsten Schritt zu machen.“

Piloten im Spannungsfeld zwischen Frustration und relativer Zufriedenheit

Gabriel Bortoleto, der die meisten Störungen im freien Training erlebt hatte, gibt eine differenzierte, aber insgesamt positive Bewertung seines Tages ab: „Natürlich bin ich etwas enttäuscht, es nicht ins SQ3 geschafft zu haben; es war knapp, und ich hatte das Gefühl, wir hätten heute mehr erreichen können. Die Runde an sich war gar nicht so schlecht, aber es gab ein paar Kleinigkeiten, die wir hätten besser machen können. Gleichzeitig bin ich aber froh, denn wir hatten im freien Training einige Schwierigkeiten und haben eine halbe Stunde verloren. Deshalb bin ich froh, im Sprint-Qualifying dabei zu sein und weitere Fortschritte machen zu können. Ich hatte das Gefühl, das Auto hat sich deutlich verbessert.“ Damit hebt er die Fortschritte hervor, die zwischen Training und Qualifying erzielt wurden – ein Zeichen dafür, dass das Team seine Probleme im Laufe des Tages richtig erkannt hatte.

Sein deutscher Teamkollege schlägt einen ähnlichen Ton an und hat das Rennen bereits fest im Blick: „Es war nicht perfekt, aber ich denke, wir haben heute das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten gemacht. Es stehen noch viele Rennen aus. Unsere Rennpace war in letzter Zeit recht solide, daher ist es nun unser Ziel, im entscheidenden Moment alles richtig zu machen.“ Fahrer Nummer 27, der über beträchtliche Erfahrung im Umgang mit vollen Rennwochenenden verfügt, weist darauf hin, dass das Sprint-Qualifying nur ein Teil der Gleichung ist – und dass Audi in den letzten Wochen eine ermutigende Rennpace gezeigt hat, die im Sprint am Samstag und im Hauptrennen am Sonntag den Unterschied ausmachen könnte.

LESEN SIE AUCH > Die Startaufstellung für das Sprintrennen des Großen Preises von Miami

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