Auf dem Papier scheint alles gut zu laufen für Ferrari Oldtimer kaufen bei Metropole Sales Zu Beginn dieser Woche in Imola. Nach einem Prolog, der mit einem überzeugenden Dreifachsieg endete, bestätigte das erste Training die Wettbewerbsfähigkeit des 499P mit einem weiteren Dreifachsieg für den italienischen Hypercar im FP1 – der AF Corse #83 führte vor den Ferraris #50 und #51. Eine schmeichelhafte Rangfolge, die die Hauptkonkurrenten jedoch vor dem Start des Wochenendes nicht überinterpretieren wollten.
Alessandro Pier Guidi, der im Wagen mit der Startnummer 51 zusammen mit Antonio Giovinazzi und James Calado fährt, dämpft sofort die Erwartungen: „Wir sehen zwar sehr stark aus, betrachten uns aber dennoch nicht als Favoriten für das Wochenende. Denn wir haben uns einige Daten angesehen, wir haben die Leistung der anderen Hersteller beobachtet, und wir glauben immer noch, dass wir nicht unbedingt diejenigen sein werden, die geschlagen werden.“ Diese bewusste Vorsicht lässt sich größtenteils durch den Kontext des Prologs erklären. Wechselnde Streckenbedingungen, unterschiedliche Programme für jedes Team und mangelnde Transparenz bezüglich Treibstoffmenge und Reifenstrategien: All diese Faktoren erschweren die Interpretation der Leistung.
Miguel Molina, der zusammen mit Nicklas Nielsen und Antonio Fuoco in Ausgabe Nr. 50 erscheint, bietet eine ähnliche Analyse an: „Jeder hat ein anderes Programm verfolgt. Wir wissen nicht, was die anderen gemacht haben. Das Tempo ist völlig unterschiedlich. Natürlich ist es positiv, sofort schnell zu sein – es ist besser als langsam zu sein –, aber es bedeutet nichts.“ In dieser relativen Unsicherheit dürften die freien Trainings und insbesondere das Qualifying einen genaueren ersten Eindruck von der tatsächlichen Rangordnung liefern. Doch Ferrari hält sich vorerst bedeckt.
Ein beständiges Auto, aber dosierte Evolution
Ferraris vorsichtige Ambitionen rühren daher, dass die 2026er-Version des 499P für Kontinuität steht. Anders als einige Konkurrenten, die weitreichendere Änderungen vorgenommen haben, setzt die italienische Marke auf eine bereits bewährte Plattform. Miguel Molina bestätigt diese Stabilität: „Ich glaube nicht, dass wir Fortschritte gemacht haben. Das Auto ist vom Fahrgefühl und Handling her dasselbe wie vor einem Jahr. Tatsächlich war es hier letztes Jahr schon gut – es war wahrscheinlich eine der Strecken, auf denen es gut abgeschnitten hat.“ Eine Eigenschaft, die die sofortige Wettbewerbsfähigkeit in Imola erklären könnte, einer Rennstrecke, auf der sich der 499P besonders wohl zu fühlen scheint.
Der spanische Fahrer lieferte sogar eine technische Erklärung: „Das liegt wahrscheinlich daran, dass unser Auto Kurven sehr gut meistert und wir Unebenheiten besser abfedern. Ich denke, das ist die Haupterklärung.“ Alessandro Pier Guidi seinerseits betont die stimmige Gesamtlösung: „Das Auto fährt sich nach wie vor gut. Ich bin mir nicht sicher, ob man das auf dieser Strecke wirklich bemerkt, aber nach unseren bisherigen Tests sind wir mit den Änderungen recht zufrieden.“ Doch diese technische Kontinuität wirft auch eine Frage auf: Kann Ferrari der Konkurrenz standhalten, die sich deutlich stärker weiterentwickelt hat? Molina macht aus seinen Erwartungen kein Geheimnis: „Ehrlich gesagt erwarte ich von den anderen, dass sie stärker sind. Wenn wir uns verbessern, dann nur, um eine bessere Leistung zu erzielen.“
Neue Reifen und sich weiterentwickelnde Renneinstellungen
Zu den Schlüsselelementen dieser frühen Saison gehört die Einführung der neuen Michelin-Reifen, die die Fahrleistungsanforderungen leicht verändern. Die Änderungen sind zwar nicht radikal, bringen aber dennoch spürbare Anpassungen mit sich, insbesondere während der Warm-up-Phasen. Alessandro Pier Guidi erklärt: „Wir haben einen Unterschied gespürt, besonders beim Warmfahren. Genau das war das Ziel der neuen Reifen: uns die Sache etwas zu erleichtern. Und vor allem denke ich, dass es sicherer ist.“
Eine Ansicht, die auch Miguel Molina teilt, der ihre Leistung jedoch relativiert: „Die neuen Reifen sind in puncto reiner Leistung nicht so gut wie die alten, aber sie sind beim Aufwärmen besser. Wir müssen sie noch besser kennenlernen, da wir mit der neuen Gummimischung noch nicht viele Kilometer gefahren sind.“ Diese Lernphase könnte bei den ersten Rennen der Saison eine entscheidende Rolle spielen, insbesondere da einige Konkurrenten dank ihrer Engagements in der Rennserie bereits über mehr Erfahrung verfügen. IMSA.
Neben den technischen Aspekten richtet sich die Aufmerksamkeit an diesem Wochenende vor allem auf ein Schlüsselelement: das Qualifying. Auf einer engen und kurvenreichen Strecke wie Imola kann die Startposition das gesamte Rennen entscheiden. Alessandro Pier Guidi lässt keinen Zweifel daran: „Das ist der Schlüssel zum Wochenende. Langstreckenrennen entwickeln sich immer mehr zu einer Art langem Sprint. Wenn man nicht vorne mitfährt, ist es sehr schwierig, denn es könnte eine Gelbe Flagge, ein virtuelles Safety-Car oder etwas anderes gegen einen arbeiten.“ Diese Realität wird durch die Schwierigkeit des Überholens auf dieser Strecke, insbesondere in den ersten Runden, noch verstärkt. Der italienische Fahrer reflektiert über diese oft entscheidenden Phasen: „Wir hatten eigentlich keine Wahl: Wir mussten einfach weiterfahren. Deshalb gab es anfangs kein richtiges Spritmanagement. […] Die ersten Stints waren ziemlich riskant, aber das mussten wir tun, um Punkte zu holen.“
In diesem Kontext könnte die Fähigkeit, sich sofort an die Spitze zu setzen, den entscheidenden Unterschied ausmachen – in einer Disziplin, in der selbst die kürzeste Safety-Car-Phase das Feld komplett durcheinanderwirbeln kann. Ferrari geht daher mit einer heiklen Balance in die 6 Stunden von Imola. Solide in seinen Grundlagen und konkurrenzfähig auf einer Strecke, die ihm liegt, bleibt die Scuderia angesichts der sich stetig verbessernden Konkurrenz vorsichtig. Eines ist sicher: Die Zeichen stehen zwar gut, doch das endgültige Urteil auf der Strecke bleibt abzuwarten.
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