Tour Auto: dritter Tag zwischen Elsass, Beaujolais und Auvergne

An diesem dritten und anstrengenden Tag der Tour Auto verließen die Teilnehmer Mulhouse und machten sich auf den Weg über die kurvenreichen Straßen des Elsass.

veröffentlicht 11/04/2025 à 08:26

Redaktionsteam

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Tour Auto: dritter Tag zwischen Elsass, Beaujolais und Auvergne

Der dritte Tag von Autotour 2025 bot den Teilnehmern ein ebenso anspruchsvolles wie unvergessliches Erlebnis. Am frühen Morgen verließen die Teams Mulhouse bei mildem Himmel und machten sich auf den Weg über die elsässischen Straßen Richtung Südwesten. Dabei stand ihnen ein dichtes Programm mit Sonderprüfungen auf der Straße und Rundstreckenprüfungen bevor. Die Tagesroute führte die Teilnehmer durch spektakuläre Landschaften, von den Wäldern der Vogesen über die Hügel des Beaujolais bis hin zu den Vulkangebieten der Auvergne, mit einer späten Ankunft in Clermont-Ferrand.

 

Bildschirmfoto

Der Alloz: ein Anfang zum Kern der Sache

Schon auf den ersten Kilometern wurde mit einer besonders kurvenreichen Wertungsprüfung im Herzen des Vogesenmassivs der Ton angegeben. Dieses „Les Alloz“ genannte Rennen stellte mit seinen technischen Passagen, steilen Abfahrten und engen, von Tannen gesäumten Straßen die Nerven der Fahrer auf eine harte Probe. In dieser fast stillen Atmosphäre, dieAlpine A110 1600 S (#74) von François Nicoules und Antoine Grouillard Stefenel zeichnete sich durch Gleichmäßigkeit, Finesse im Handling und Präzision in den kleinsten Kurven aus. In der Kategorie Wettbewerb Ferrari 308 Gr.IV Michelotto (#264) von Jérémy Mennechet und Laurent Loubet zeigte seine Kraft und Ausgeglichenheit und demonstrierte bereits bei diesem ersten Event seine Meisterschaft.

@ Nicolas Brémaud / unairdejavu

Bresse: die Strenge der Rennstrecke

Nach einer hügeligeren Strecke durch die Franche-Comté erreichten die Teilnehmer die Bresse-Rennstrecke in Ain. Diese moderne und fließende Strecke, die oft für private Tests oder GT-Events verwendet wird, zeichnet sich durch ihren Wechsel zwischen großen, schnellen Kurven und technischeren Abschnitten aus. Die Konkurrenz war groß, aber Mennechet und Loubet konnten sich erneut behaupten. Ihr Ferrari verschlang förmlich den Asphalt und demonstrierte eine perfekte Symbiose zwischen Auto und Fahrern. Sie errangen einen weiteren Sieg in der Kategorie „Wettbewerb“ und festigten damit ihre Führung in der Gesamtwertung.

Das Mâconnais: zwischen Reben und Strategie

Dann geht es am frühen Nachmittag weiter zu den hügeligen Straßen des Mâconnais für eine weitere Probefahrt. Die Landschaft ändert sich radikal: Hier bilden die Weinberge harmonische Kurven am Hang, aber die Straßen sind gnadenlos. Die Flugbahnen müssen millimetergenau gemessen und der Griff mit ständiger Aufmerksamkeit verwaltet werden. Dieses Terrain war für Hernan Dietrich und Gabriel Mocciola günstig, die in der Gleichmäßigkeitsprüfung auf ihrem Porsche 911 2,2L S (#38) beweist, dass Finesse rohe Kraft übertrumpfen kann. Für die Führenden des Wettbewerbs, Mennechet und Loubet, kam es nicht in Frage, den Druck nachzulassen: Sie verzeichneten heute ihren dritten Sieg in Folge.

Beaujolais: letzte Schlacht vor der Auvergne

Das letzte Special des Tages fand in der steilen und malerischen Umgebung des Beaujolais statt. Ein ebenso großartiger wie kniffliger Spielplatz mit engen Kurven, unübersichtlichen Passagen und postkartenwürdigen Panoramen. In dieser Umgebung könnte jeder Flugbahnfehler kostspielig sein. Doch erneut dominierte der Ferrari Nr. 264 das Geschehen. Mennechet und Loubet erzielten in einem Zustand der Gnade ihren vierten Sieg des Tages und bestätigten damit ihren Status als Favoriten für den Endsieg.

@Nicolas Brémaud / @unairdejavu

Clermont-Ferrand in der Schusslinie

Am späten Nachmittag erreichten die Teilnehmer schließlich Clermont-Ferrand, die am Fuße der Vulkane gelegene Regionalhauptstadt der Auvergne. Nach über 400 Kilometern Straße und intensiven Anstrengungen hatten sich sowohl die Mechaniker als auch die Crews eine kleine Pause verdient. Doch diese Ruhe wird nur von kurzer Dauer sein. Ab morgen erwartet die Teilnehmer eine neue Etappe, wahrscheinlich eine der gefürchtetsten dieser Ausgabe: Drei Sonderprüfungen stehen auf dem Programm, darunter eine mit Spannung erwartete Passage auf der legendären Rennstrecke Charade, einem wahren Juwel der französischen Automobilgeschichte.

Noch ist nichts entschieden, aber eines ist sicher: Dieser dritte Tag der Tour Auto wird entscheidend gewesen sein, um das Gleichgewicht zu wahren, Talente zu offenbaren … und vielleicht schon die Konturen des endgültigen Podiums zu skizzieren.

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