Nach einem ersten Tag mit Aufwärmfahrten starteten die 240 Teams im Morgengrauen in Clermont-Ferrand und durchquerten die Berge der Auvergne in Richtung Okzitanien. Auf dem Programm dieser 489 Kilometer langen Etappe standen drei Wertungsprüfungen auf abgesperrten Straßen mit sehr unterschiedlichem Profil, bevor der Abend unter freiem Himmel mit Blick auf den Pont du Gard ausklang. Eine Kurzfassung dessen, was die Tour Auto zu bieten hat: malerische Straßen, historische Stätten und sportlicher Wettkampf.
Der Tag begann mit der EC3, einer 12,3 Kilometer langen Sonderprüfung durch die Straßen der Region Pays Gentiane nahe Riom. Die schwindelerregenden Kurven des Abschnitts trennten die Fahrer schnell. In der Wertungsprüfung (VHC) setzten sich Pierre Thiriet und Philippe Lenoir in ihrem Jaguar E-Type 3.8 (Startnummer 204) durch. In der Gleichmäßigkeitsprüfung triumphierte das argentinische Duo Jack Oxenford und Ricardo Diaz. Porsche 911 Carrera RS 2.7 (#38).
Ford und Porsche stehen im Mittelpunkt auf dem Aubrac-Plateau.
Als nächstes stand die EC4 auf dem Aubrac-Plateau auf dem Programm. Diese 13 Kilometer lange Sonderprüfung bot den Teams grandiose Panoramen, führte aber auch über eine anspruchsvolle Strecke durch das Hochland. In der Kategorie „Competition – Historic Vehicle Period“ zeichneten sich Émile Breittmayer und sein Beifahrer Stéphane Prévot am Steuer ihres Ford GT40 (#254) aus. In der Gleichmäßigkeitsprüfung übernahmen Nicolas Caylet und Carlos Dos Reis Pinto in ihrem Porsche 911 2.0L (#15) die Führung – einen Sieg, den sie wenige Stunden später bestätigen sollten.
Die fünfte Etappe, die am späten Nachmittag in der Region Bas-Vivarais stattfand, bildete den Abschluss des Tages. Die 7,5 Kilometer lange Wertungsprüfung kombinierte enge Haarnadelkurven mit langen, schnellen Kurven. In der Kategorie „Wettbewerb – Historische Fahrzeuge“ erzielten Sébastien Berchon und Julien Chadenet am Steuer eines Jaguar E-Type 3.8 (Startnummer 206) das beste Ergebnis. In der Gleichmäßigkeitswertung wiederholten Caylet und Dos Reis Pinto ihren Erfolg und bestätigten ihre hervorragende Form mit dem zweiten Sieg in Folge in dieser Wertungsprüfung.
Anschließend zog der Festzug zum Pont du Gard, um die zweite Etappe mit einem stilvollen Cocktail-Empfang unter freiem Himmel und Blick auf das römische Aquädukt abzuschließen. Morgen starten die Teams in einen dritten Tag, der mit zwei neuen Wertungsprüfungen und einer Fahrt auf dem Albi Circuit nicht weniger anspruchsvoll werden dürfte.
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