Warum das Energiemanagement in der Formel 1 in Melbourne bereits jetzt sehr schwierig aussieht

Ein zentrales Thema der neuen Formel-1-Regeln, die Steuerung der elektrischen Energie des Motors, erweist sich für die Teams als echte Herausforderung. Insbesondere in Melbourne dürfte dieses Problem vor dem Grand Prix nur schwer zu lösen sein.

veröffentlicht 06/03/2026 à 09:02

Mathieu Chambenoit

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Warum das Energiemanagement in der Formel 1 in Melbourne bereits jetzt sehr schwierig aussieht

© DPPI

Bislang verliefen die ersten beiden Freien Trainingseinheiten für die Ställe von F1Der Große Preis von Australien verspricht eine ganz andere Geschichte zu werden. Melbourne ist in der Tat eine einzigartige Strecke: schnell und mit wenigen Abschnitten, in denen Bremskraft und Abtrieb maximal sind. Seit dem Wegfall der Schikane in den Kurven 9 und 10 ist diese Tendenz noch ausgeprägter. Anders ausgedrückt: Melbourne ist zwar nicht die einzige Strecke im Formel-1-Kalender mit diesen Eigenschaften, doch der Einstieg und die Einarbeitung in das neue Reglement werden sowohl für Fahrer als auch für Ingenieure eine Herausforderung darstellen.

Wo können die Fahrer während des Großen Preises von Australien ihre Akkus aufladen?

Eine der größten Herausforderungen beim ersten Grand Prix der Saison – und eigentlich für die gesamte Saison – sind die Ladezonen für die Motorbatterien der Fahrer. Um die erlaubten 8,5 MJ (Megajoule) Leistung optimal aufzuladen, sind zwei Zonen besonders strategisch wichtig. Erstens Kurve 1. Voller Abtrieb und ideal für die stärkste Bremsung der Runde im Albert Park ist Kurve 1 die perfekte Ladezone, insbesondere für die anschließende lange Gerade. Dann ist da noch Kurve 3, eng, aber kürzer, die ebenfalls entscheidend sein wird. Angesichts der Länge der Geraden nach diesem Abschnitt müssen alle Fahrer ihre Batterien vollständig aufgeladen haben, um einen anschließenden Leistungsabfall zu vermeiden.

Die Kurvenkombination im letzten Streckenabschnitt (Kurven 13, 14 und 15) bietet Fahrern und ihren Teams einen willkommenen Energieschub für die schnelle Fahrt auf der Start-Ziel-Geraden. Tatsächlich ist eine saubere Kurve nach starker Beschleunigung effektiver als mehrere kurze Bremszonen. Da sich der Motor in dieser Zone als einziger vor dem Start einer Runde aufladen kann, könnte die geringe, hier gespeicherte Energie Überholmanöver während des Grand Prix erleichtern oder einigen Fahrern einen kraftvolleren Start in ihre schnelle Runde ermöglichen.

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Das Beschneiden ist in Melbourne unvermeidlich.

Trotz der drei separaten Bremszonen zum Aufladen der Batterie sind die Geraden in Melbourne lang. Teilweise sogar sehr lang, wie beispielsweise Sektor 2 und die Ausgänge der Kurven 6 und 7. Diese langgezogene Kurve, die mit Vollgas durchfahren wird, scheint unweigerlich anfällig für Beschädigungen zu sein. Kurz gesagt: Sobald der Motor seine gesamte elektrische Energie verbraucht hat, schaltet er in den Notlademodus, wodurch die MGU-K am restlichen Motorblock reibt und somit die Geschwindigkeit des Fahrzeugs verringert wird. Auto.

Je nachdem, wie die Energie am Steuer verteilt wird, könnten einige Überholmanöver bereits am Sonntag entschieden werden. Es sei denn, alle Fahrzeuge stoßen gleichzeitig auf dasselbe Problem, wodurch Bremsen und der Übergang von der Geradeausfahrt in die Kurve entscheidend werden.

Mathieu Chambenoit

Ich bin für die Einsitzer-Kategorien (F2, F3, FRECA, Eurocup-3, F4 …) verantwortlich und diskutiere gerne über F1, Endurance oder MotoGP.

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Bemerkungen

5 Kommentare)

B

Ben

06 um 03:2026 Uhr

Im Einzelhandel sind Elektrofahrzeuge zwar richtig cool, aber man sollte da nichts verwechseln...

Yves-Henri RANDIER

06 um 03:2026 Uhr

Wir wussten, dass das Energiemanagement in Formel-1-Autos in Melbourne auf trockener Strecke extrem schwierig sein würde. Wäre es im Regen mit langsameren Rundenzeiten und weniger intensivem Bremsen einfacher? Sollte Clipping oder Super-Clipping zu häufig vorkommen, wird Max Verstappen Recht behalten, wenn er von der aufgepumpten Formel E spricht, 😡🤬🤢🤮!

H

Herve 06

06 um 03:2026 Uhr

Um die quantitative Herausforderung des Umgangs mit elektrischer Energie vollständig zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass eine voll geladene Batterie theoretisch 11.4 Sekunden lang ihre volle Leistung (469 PS) abgeben kann, bevor sie vollständig entladen ist. Obwohl der Stromverbrauch tatsächlich von der Geschwindigkeit abhängt, verdeutlicht dieser Wert von 11.4 Sekunden, wie aufmerksam der Fahrer den Ladezustand der Batterie im Auge behalten muss.

V

Vincent Moyet

06 um 03:2026 Uhr

Im Grunde genommen müssen sie die großen, schnellen Rennstrecken – die einzigen, die noch interessant waren (Monza, Spa, Suzuka) – dringend abschaffen und durch Stadtkurse im Formel-E-Stil mit rechtwinkligen Kurven und starken Bremszonen ersetzen. Die Formel 1 wird im Vergleich zu anderen Rennserien lächerlich aussehen.

P

Paul Lucas

06 um 03:2026 Uhr

Aber dieser Unsinn ist doch Quatsch! Schaut euch den aktuellen Markt für Elektro- und Hybridautos an: Alle Hersteller kehren zu konventionellen Modellen zurück, weil Elektroautos sie ein Vermögen kosten und keinen Gewinn abwerfen! Warum also der ganze Aufwand in der Formel 1?

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