Zweiter Rallye Der Schwede Takamoto Katsuta hatte allen Grund zur Freude. Er erzielte eines seiner besten Karriereergebnisse und hatte seit der Rallye Finnland im letzten Jahr, bei der er ebenfalls Zweiter wurde, keine vergleichbare Leistung mehr gezeigt. Dennoch überwog in Umeå die Frustration beim japanischen Fahrer. Nach einem erfolgreichen ersten Rallye-Tag führte er die Gesamtwertung an und hätte sich einen Sieg, wie schon 2025, ausmalen können. Theoretisch hätte Katsuta die Rallye optimal angehen können, da er am Samstag als letzter der Rally1-Fahrzeuge starten sollte und somit von seiner Position als vorläufiger Gesamtführender profitierte. Doch es kam anders: Bereits in der ersten Wertungsprüfung des Tages übernahm Elfyn Evans die Führung und gab sie nicht mehr ab.
Ein Reifenproblem für Takamoto Katsuta
Am Samstagmittag, nach der Vormittagsrunde, wirkte Takamoto Katsuta in der Medienzone sichtlich enttäuscht. Nur wenige Journalisten hatten die Gelegenheit, mit ihm zu sprechen, und wir gehörten definitiv nicht dazu. Der untröstliche japanische Fahrer wusste in diesem Moment, dass er die Rallye Schweden wohl zum zweiten Mal in Folge an Evans verloren hatte, obwohl seine Gesamtpace hervorragend war. Die Realität lag leider auch an seinen Reifen: Katsuta hatte offenbar einen defekten Satz geerbt, der auf den Wertungsprüfungen Spikes und damit zwangsläufig Grip verlor. Während Hankook bis dahin relativ reibungslos gefahren war, ... M-Sport Für den koreanischen Hersteller ist dies ein weiteres Problem, auf das der Alleinlieferant der Reifen gut hätte verzichten können. Unter diesen Umständen ist es schwierig, wettbewerbsfähig zu bleiben…
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Evans war Katsuta immer noch zu stark?
Steven Cho, Hankooks Vertreter in WRCEr wollte die Situation gegenüber unseren Kollegen von DirtFish jedoch aufklären: „Ich habe tatsächlich bemerkt, dass Takamoto an seinem linken Hinterreifen einige Spikes verloren hat“, erklärte er am Samstagmittag. „Bei einem Reifen mit normalerweise 384 Spikes kann es vorkommen, dass sich einige lösen. Es stimmt aber, dass wir einen etwas stärkeren Verschleiß als erwartet festgestellt haben, den wir genauer analysieren müssen.“ Katsuta bot später am Wochenende eine differenziertere Sichtweise: „Ich habe damals nicht verstanden, was los war, weil das Auto überhaupt nicht mehr so reagierte wie zuvor, und wenn man versucht, richtig Gas zu geben, ist das nicht angenehm. Elfyn war dieses Wochenende aber wirklich sehr stark, und ich bin mir nicht sicher, ob es am Ende einen großen Unterschied gemacht hätte“, sagte Taka nach der Rallye. Kenia, der nächste WRC-Lauf, könnte Katsuta erneut optimale Bedingungen für eine Top-Leistung bieten.
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