Was halten Sie von dieser Reise nach Kenia?
Dies ist eine der Veranstaltungen, an denen ich gerne teilnehme. Über die sportliche Herausforderung hinaus zwingt uns Kenia, auf dem Boden zu bleiben und gewisse Dinge zu relativieren. Zwischen unseren beiden Gesellschaften besteht eine erhebliche Kluft. Die Atmosphäre ist immer besonders, oft mit vielen Zuschauern. Die kurze Pause nach Schweden war schön, aber ich gebe zu, je näher wir dem Rallye, desto weniger fühle ich mich bereit.
Warum ist das so? Waren Sie schon einmal in Kenia?
Sicher, aber einige Elemente verursachten zusätzlichen Arbeitsaufwand. Wir hatten Roadbooks, die sind aber nicht mehr gültig. Ohne dass man weiß, warum, kam es in letzter Zeit zu zahlreichen Änderungen an der Streckenführung und Reihenfolge der Wertungsprüfungen. Die Vorbereitung im Vorfeld wurde durch diese Veröffentlichung nicht einfacher. Hinzu kommt, dass die Strecke im Vergleich zum Vorjahr um 50 % neu ist. Dabei handelt es sich um Streckenabschnitte, die wir entdecken werden, wie insbesondere den Shakedown, aber auch SS, die wir in umgekehrter Reihenfolge absolvieren werden. Dies dürfte die längste Veranstaltung der Saison sein und die Videos, die wir von den Organisatoren erhalten haben, zeigen, dass das Gelände sichtlich schlechter ist als in anderen Jahren.
Sagen die Crews das nicht jedes Jahr?
Es gab einige beschädigte Teile, aber ich denke, bei dieser Ausgabe sind es noch mehr. Nach der Erkundung werden wir mehr wissen, aber ich glaube, dass es mehr spröde Stellen gibt als zuvor und dass diese Abschnitte auch stärker zerstört sind. Uns war aufgefallen, dass sich die Straßenoberfläche von Jahr zu Jahr stark veränderte. Der Weg verläuft nicht mehr exakt an der gleichen Stelle und auch die Löcher und Unebenheiten haben ihre Position verändert.
Heißt das, Sie werden es anders angehen als bei Ihren ersten beiden Teilnahmen?
Wir beginnen zu ahnen, dass dies ein besonderes Treffen ist. Man kann zwar so schnell fahren wie in Portugal oder Sardinien, aber das reicht nicht. Es ist notwendig, eine andere Strategie anzuwenden und über die nötige Perspektive zu verfügen, um ein angemessenes Tempo anzunehmen, mit dem alle Fallstricke überwunden werden können. Es ist hart für die Besatzungen und die Maschinen. Wir müssen bei der Aufklärung noch wachsamer sein, um die richtige Flugbahn eindeutig zu erkennen. Manchmal haben Sie zwei Möglichkeiten, an einem Baum vorbeizukommen. Durch die Erkundung können Sie Entscheidungen treffen, aber auch ein Vokabular entwickeln, das an das angepasst ist, was auf Sie zukommt.
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