Er lag in Führung, aber das ist er nicht. In einer einzigen Sonderprüfung Sebastian Ogier Oliver Solberg überholte ihn vom vierten Gesamtrang, und der Franzose verbarg seine Überraschung über das Ergebnis nicht: „Ich war sehr überrascht, so viel Zeit zu verlieren. Wie immer gehe ich nie völlig am Limit vor, und unter diesen Bedingungen weiß man, dass man etwas bewirken kann, wenn man Risiken eingeht, aber nicht in diesem Ausmaß. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet.“ Neunfacher Weltmeister, der Fahrer Toyota Er versteht es, einen Sonderbericht zu lesen, und er merkt, wenn etwas nicht wie geplant verlaufen ist.
Der Verlust ist nicht irreparabel: Nur fünf Zehntel trennen den Franzosen vom neuen Führenden. Doch das Gesamtklassement hat sich deutlich verengt, und der Druck kommt nun von beiden Seiten. Thierry Neuville Und Sami Pajari liegt nur 5,5 Sekunden hinter dem Führenden. Dieser ist sich dessen bewusst: „Es ist alles sehr eng, nicht nur mit dem Führenden, sondern auch mit dem Verfolger. Daher ist dies natürlich der Moment, in dem wir etwas Druck machen müssen.“ Die Diagnose ist eindeutig – heute Morgen ist er in einer schwierigen Lage nicht genügend Risiken eingegangen, und der Nachmittag muss anders verlaufen.
Vor der Nachmittagsrunde zurücksetzen
Die Wettervorhersage für den Nachmittag erfordert auch Vorbereitungsarbeiten. „Wir müssen etwas an der Aufstellung ändern, denn es wird heute Nachmittag noch mehr Regen erwartet, und wir wissen, dass wir mit der Aufstellung von heute Morgen nicht wirklich die beste Grundlage hatten.“„Das stimmt“, gibt er zu. Die Mittagspause wird daher genutzt, um das Auto neu zu positionieren, bevor es wieder auf die noch anspruchsvolleren Wertungsprüfungen geht. Was die Reifen angeht, besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Anders als Thierry Neuville, der heute Morgen gezwungen war, mit abgefahrenen Reifen zu fahren, weil er am Vortag nicht genügend Reifen schonen konnte, verfügt Sébastien Ogier noch über einen ausreichenden Vorrat an neuen Reifen, um die Rallye zu beenden.
Die Frage bleibt: Wo findet man die richtige Balance zwischen Angriff und Vorsicht, die oft die großen Rallyes prägt? Der Franzose selbst zieht die Grenze: „Ihr kennt mich ja, ich gehe nie unnötige Risiken ein, aber heute Nachmittag werden wir unweigerlich welche eingehen müssen, wenn es knifflig wird. Wenn wir in unserer Komfortzone bleiben, verlieren wir viel Zeit. Also müssen wir alles riskieren und hoffen, dass wir im Rennen bleiben.“ Eine Balance, die der Gapençais besser kennt als jeder andere – und die er ab den ersten Sonderprüfungen des Nachmittags ab 15 Uhr finden muss, um hoffen zu können, das zurückzuholen, was ihm Oliver Solberg heute Morgen abgenommen hat.
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