Ein paar Tage vorher Rallye Monte Carlo, die Redaktion von AUTOhebdo wagt eine Prognose: Wer sind die Favoriten für das erste Event der Saison? Der Titelverteidiger, der das Event bereits zehnmal gewonnen hat, ist natürlich ein heißer Kandidat. Doch dahinter... Sebastian OgierAndere Jungen werden legitime Ambitionen haben. Thierry Neuville wird dort zum dritten Mal in seiner Karriere gewinnen wollen, und Elfyn Evans wird mit ziemlicher Sicherheit seinen Namen endlich in die Liste der Gewinner dieses Turniers eintragen wollen. Adrian Fourmaux um die Gelegenheit zu nutzen, seinen Siegrekord in der Rallye-Weltmeisterschaft auszubauen.
Fünf Sterne – Sébastien Ogier, Elfyn Evans, Thierry Neuville
Die beiden starken Männer der Herde Toyota Der Rallye-Weltmeister von 2024 und andere zählen zweifellos zu den Favoriten. Sébastien Ogier, der nicht mehr mit seinem berühmten Vorgänger verglichen werden muss, kann sich voll und ganz auf seinen elften Sieg im Fürstentum konzentrieren. Der aus Gap stammende Fahrer, der den Rekord für die meisten Siege bei diesem Event hält, würde damit seinen Legendenstatus weiter festigen. Auch sein belgischer Konkurrent Thierry Neuville steht in Monte Carlo vor einer wichtigen Entscheidung: Nachdem er die Ausgabe 2025 und trotz eines Sieges in Saudi-Arabien auch die Weltmeisterschaft verpasst hat, will er diesen Saisonauftakt zu seinem großen Moment machen. Er dominierte die Ausgabe 2024 und gewann Monte Carlo auch 2020. Elfyn Evans, der als einer der Favoriten, wenn nicht sogar als Favorit auf den Weltmeistertitel gilt, hat ebenfalls gute Chancen. Mit vier Podiumsplätzen bei diesem Event zählt er zu den Top-Anwärtern für die Ausgabe 2026.
Vier Sterne – Adrien Fourmaux
Ein Sieg im Jahr 2025 hätte Adrien Fourmaux möglicherweise die Möglichkeit gegeben, im obigen Absatz Erwähnung zu finden. Die französische Rallye-Community wartet gespannt auf den ersten Weltmeisterschaftssieg des Fahrers aus Nordfrankreich, der in Saudi-Arabien zum Abschluss der vergangenen Saison beinahe diesen Erfolg errungen hätte. Der ehemalige Rallye-Jeunes-Sieger, der sich in Monte Carlo und generell unter diesen anspruchsvollen Bedingungen oft wohlfühlt, erreichte im vergangenen Jahr bei seinem Debüt in der Serie einen Podiumsplatz (3.). WRC In seinen neuen Farben. Mit einer Saison Erfahrung am Steuer des i20N Rally1, darunter zwei Siege in Folge bei der Rallye Hivernal du Dévoluy, und dank seiner Hartnäckigkeit und seines Siegeswillens wird er keine Chance auf den Triumph verpassen. Wir wünschen ihm viel Erfolg bei diesem Vorhaben.
Drei Sterne – Oliver Solberg
Oliver Solberg wird 2026 unter intensiver Beobachtung stehen. Der Überraschungssieger der Rallye Estland und WRC2-Weltmeister von 2025 gilt zu Beginn dieser Saison als ernstzunehmender Konkurrent, doch verständlicherweise fehlt ihm noch die Erfahrung am Steuer des Toyota GR Yaris Rally1, um als Favorit zu gelten. In der Vergangenheit hatte der Sohn des Rallye-Weltmeisters von 2003 in Monte Carlo mitunter Schwierigkeiten und konnte 2022 nicht an der Rallye teilnehmen. Hyundai Der i20N Rally1 Hybrid wurde aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. Diese Erfahrung hätte ihm sicherlich geholfen, insbesondere bei der Vorbereitung auf seine Rückkehr in die Königsklasse in dieser Saison. Doch nun muss er als Gewinner eines Laufs der Rallye-Weltmeisterschaft gelten, und wie jeder gute Fahrer seines Kalibers könnte der Schwede auch die Überraschung der Rallye werden.
Zwei Stars – Sami Pajari, Takamoto Katsuta
Wir warten immer noch darauf, dass Sami Pajari in der WRC den Durchbruch schafft, trotz seines ersten Podiumsplatzes in Japan im letzten Jahr (Platz 3). Monte Carlo ist dafür vielleicht nicht die ideale Bühne… Tatsächlich schied Pajari im letzten Jahr gleich zu Beginn seiner Karriere in der Königsklasse aus und hatte seitdem mitunter Schwierigkeiten, sein Potenzial voll auszuschöpfen. Sein WRC3-Sieg 2022 spricht jedoch für ihn. Auch Takamoto Katsuta schied bei seiner letzten Rallye Monte Carlo aus. Sein bestes Ergebnis, ein sechster Platz in den Jahren 2021 und 2023, macht den Japaner nicht gerade zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten. Beide Fahrer haben aber das Auto des amtierenden Weltmeisters, sind erfahren und wissen, welche Fehler sie bei dieser Rallye vermeiden sollten. Man weiß ja nie…
Ein Stern – Josh McErlean, Jon Armstrong, Grégoire Munster, Hayden Paddon
Ohne den vier Fahrern gegenüber respektlos sein zu wollen, fällt es schwer, ihnen mehr Sterne zu verleihen. Josh McErlean bewies letztes Jahr mit seinem 7. Platz kluge Vorsicht, während Grégoire Munster einen Fehler beging: Der Belgier ist erst kürzlich von der Rallye Dakar zurückgekehrt, obwohl das Abenteuer früher als erwartet endete, und konnte sich daher nicht ausreichend vorbereiten. Jon Armstrong bestreitet diese Woche seine allererste Rallye in der Top-Kategorie und muss sich vor allem mit seinem neuen Auto vertraut machen. Hayden Paddon kehrt schließlich zum ersten Mal seit 2017 nach Monte Carlo zurück – ein Event, das tragischerweise von einem Unfall mit Todesfolge eines Zuschauers überschattet wurde. Trotz seiner umfangreichen Erfahrung und zweier jüngster Europameistertitel scheint die Herausforderung für den Neuseeländer extrem groß, sodass er kaum mehr als eine Nebenrolle spielen kann. Eines ist klar: Sollte einer von ihnen in dieser Rangliste aufsteigen, wäre das eine wirklich großartige Geschichte…
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