Der Große Preis von Frankreich scheint unter unbeständigem Himmel stattzufinden, doch Pedro Acosta lässt sich davon nicht beirren. Der Spanier, der nun für KTM fährt, geht mit einer gewissen verhaltenen Zuversicht in das Le-Mans-Wochenende, räumt aber gleichzeitig ein, dass die Situation noch nicht endgültig geklärt ist. „Generell ist die KTM im Regen ziemlich schnell. Ich denke auch, dass wir für trockene Bedingungen gerüstet sind, denn in meiner Karriere war ich unter solchen Bedingungen oft schnell. Vielleicht ohne unbedingt die entsprechenden Ergebnisse zu erzielen, aber es ist auf jeden Fall vielversprechend.“
Angesichts eines Wochenendes, das voraussichtlich erneut durchwachsen wird, bleibt der Fahrer, der in diesem Monat seinen 22. Geburtstag feiert, pragmatisch in Bezug auf die zu wählende Methode. „Wir müssen am Freitag anfangen, mich aufs Motorrad setzen und sehen, welche Probleme auftreten könnten.“, Erklärt er. „Letztendlich können wir das Wetter nicht kontrollieren.“ Eine einfache Philosophie, die aber die Herangehensweise eines Fahrers gut zusammenfasst, der weiß, dass der Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen im Kampf um Punkte entscheidend sein wird.
Diskrete, aber gezielte Änderungen
KTM reiste mit einigen Verbesserungen nach Le Mans, die während der gemeinsamen Tests in Jerez vor zwei Wochen entwickelt worden waren. Pedro Acosta dämpfte jedoch die Erwartungen hinsichtlich des Umfangs der Änderungen: „Das sind keine sichtbaren Veränderungen. Es sind kleine Details, die uns helfen werden, uns besser zu drehen und stabiler zu sein, denn letztes Jahr haben wir sehr unter den Bewegungen hier gelitten.“ Das Ziel ist klar definiert: die Instabilitäten zu reduzieren, die den Spaniern bei der vorherigen Auflage in Sarthe teuer zu stehen gekommen waren.
Was die Jerez-Tests selbst betrifft, dämpft Fahrer Nummer 37 die Begeisterung, die sie möglicherweise hervorgerufen haben: „Die Trainingssitzungen am Montag sind immer etwas irreführend: Es liegen viele Reifen auf der Strecke und die Bedingungen sind in der Regel besser als am Sonntag.“ Tatsache bleibt, dass der in Jerez beobachtete Trend, wo „Alles normalisierte sich wieder und alles funktionierte wieder einwandfrei.“Das ist ein ermutigendes Zeichen vor dem Rennen auf einer Strecke, die ihm bisher nicht gerade entgegenkam. Der Große Preis von Frankreich bietet Acosta eine weitere Gelegenheit, sein Potenzial in Erfolge umzumünzen.
Von Michaël Duforest in Le Mans gesammelte Kommentare.
LESEN SIE AUCH > Regenrisiko in Le Mans: Wie lautet die Wettervorhersage für den französischen MotoGP?
Lesen Sie weiter zu diesen Themen:

Kommentieren Sie diesen Artikel! 0