Das Wochenende in Deutschland versprach für Francesco Bagnaia ein kompliziertes Ende. Nach einem misslungenen Qualifying startete der Italiener nur vom elften Startplatz aus und erreichte im Sprintrennen am Samstag nur einen mageren elften Platz. Logischerweise hätte man am Sonntag beim Hauptrennen auf dem Sachsenring, selbst bei besseren Bedingungen, mit einem ähnlichen Ergebnis rechnen können.
Doch der Ducati-Pilot gab nicht auf. Pecco erwischte einen sehr guten Start und fand sich schnell im Kielwasser von Johann Zarco wieder, der trotz Startplatz zwei auf Platz fünf zurückgefallen war. Der Weltmeister von 5 überholte den Franzosen und schien auf dem Weg zu einem Top-Fünf-Ergebnis zu sein. Tatsächlich setzten sich die Top-Vier – Marc Márquez, Fabio Di Giannantonio, Marco Bezzecchi und Alex Márquez – allmählich ab.
Doch ab Runde 18, kurz nach Halbzeit, kam es zu mehreren Unfällen. Fabio Di Giannantonio eröffnete das Rennen, gefolgt von Johann Zarco. Zehn Runden vor Schluss machte Marco Bezzecchi in Kurve 10 einen Fehler und gab seine Hoffnungen auf einen Podiumsplatz auf. Bagnaia nutzte die Gelegenheit trotz seines mangelnden Tempos, um auf den dritten Platz vorzurücken und diesen bis zur Zielflagge zu halten.
Bagnaia: „Es war an manchen Stellen ziemlich knifflig“
Natürlich hatte der Italiener ein breites Grinsen im Gesicht, als er vom Rad stieg: „Die Bedingungen waren sehr gut. Aber die Strecke war teilweise wirklich knifflig. Ich bin froh, dass ich auf dem Rad geblieben bin.“
„Eigentlich habe ich das Gefühl, dass es dieses Jahr keinen Unterschied macht, ob ich hinten oder vorne starte, ich werde höchstens Dritter.“, gab Marc Márquez' Teamkollege am Mikrofon von MotoGP.
Ich danke dem Team wie immer, sie haben alles für mich gegeben. Wir müssen weiter daran arbeiten, diesen Abstand zu verringern. Wir müssen positiv bleiben und nach vorne auf Brünn blicken.“, schloss Francesco Bagnaia.
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