Michelin hat Änderungen bei der Zuteilung von Vorderreifen für die Saison 2026 bekanntgegeben. MotoGPZiel dieser Änderungen ist es, die Spezifikationen zu reduzieren, ohne die Leistung zu beeinträchtigen, und gleichzeitig die Reifenverteilung an die tatsächlichen Bedürfnisse der Fahrer und Rennstrecken anzupassen.
Ab dem ersten Grand Prix stehen den Fahrern zwei Vorderreifen-Spezifikationen zur Verfügung, im Vergleich zu drei in der Vorsaison. Von jeder Spezifikation werden sieben Reifen zugeteilt, sodass am Wochenende insgesamt 14 Vorderreifen zur Verfügung stehen (statt 15 im Jahr 2025). Diese neue, in Absprache mit den Fahrerteams festgelegte Balance soll den Fahrern mehr Flexibilität bieten. Sie können sich nun stärker darauf konzentrieren, die für ihren Fahrstil optimale Spezifikation zu finden.
Während die Mehrheit der Veranstaltungen diese neue Aufteilung übernehmen wird, behalten fünf Grand-Prix-Strecken aufgrund besonders wechselhafter Wetterbedingungen die aktuelle Aufteilung bei: Le Mans (Frankreich), Silverstone (Großbritannien), Sachsenring (Deutschland), Phillip Island (Australien) und Valencia (Spanien). Auf diesen Rennstrecken wird Michelin drei Vorderreifen-Spezifikationen mit jeweils fünf Reifen pro Modell anbieten.
Diese Ankündigung ist Teil einer globalen Strategie zur Begrenzung der Produktion und des Transports von Reifen. „Mit dieser neuen Rationalisierung der Vorderreifenzuordnung setzen wir die Arbeit fort, die 2018 begonnen hat.“ vertraut Piero Taramasso, Michelins Wettbewerbsleiter für Zweiräder, an. In den vergangenen acht Saisons hat Michelin die Anzahl der den Fahrern angebotenen Reifenspezifikationen halbiert und gleichzeitig die Sicherheit und Leistung auf einer zunehmenden Anzahl von Rennstrecken kontinuierlich verbessert, wie die zahlreichen aufgestellten Rekorde belegen.
„Dank dieses kontinuierlichen Optimierungsansatzes hat Michelin die Produktions- und Transportmengen von Reifen schrittweise reduziert. Damit bekräftigen wir unser Engagement für die Vereinbarkeit von technologischer Innovation, ökologischer Verantwortung und sportlicher Höchstleistung und dienen so der MotoGP und allen ihren Stakeholdern.“ Schlussfolgerung des italienischen Ingenieurs.
Zum Vergleich: In der Saison 2018 gab es 58 verschiedene Vorder- und Hinterreifenspezifikationen für 19 Grand Prix, im Vergleich zu 29 Spezifikationen im Jahr 2026 bei einem Kalender von 22 Rennen.
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