Vor vierzehn Jahren ließ Louis Rossi die Marseillaise in Le Mans erklingen.

Am 20. Mai 2012 errang Louis Rossi bei strömendem Regen in Le Mans einen historischen Heimsieg in der Moto3-Klasse.

veröffentlicht 20/05/2026 à 08:00

Luca Bartolomeo

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Vor vierzehn Jahren ließ Louis Rossi die Marseillaise in Le Mans erklingen.

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Der 20. Mai 2012 ist ein unvergessliches Datum in der Geschichte des französischen Motorradsports. An diesem Tag, im strömenden Regen, fuhr Louis Rossi Mit dem Sieg beim französischen Moto3-Grand-Prix im eigenen Land gelang ihm der größte Triumph seiner Karriere. Ein Erfolg, der angesichts des bisherigen Rennverlaufs in keiner Weise vorhersehbar war. Vierzehn Jahre später zählt dieser Triumph immer noch zu den bedeutendsten im modernen französischen Motorradsport.

Der Fahrer des Racing Team Germany, der nur von Startplatz 15 ins Rennen ging, fand sich auf dem Bugatti-Kurs unter extremen Bedingungen wieder. Schon in den ersten Kurven wirkte er auf der tückischen Strecke souverän und arbeitete sich schnell durch das Feld nach vorn, sodass er bereits am Ende der ersten Runde weit vorn mitfuhr.

Das Rennen geriet schnell außer Kontrolle. Stürze häuften sich und rissen nacheinander mehrere Favoriten mit sich, darunter Sandro Cortese, Romano Fenati, Hector Faubel und Miguel Oliveira. Inmitten dieser Zwischenfälle bewies Rossi bemerkenswerte Ruhe. Runde um Runde umfuhr er die Gefahren, etablierte sich in der Spitzengruppe und hielt die Konkurrenten um den Sieg in Schach.

Der entscheidende Moment kam später, in Runde 17. Louis Rossi kämpfte mit Maverick Viñales um die Führung, dem letzten Hindernis – sofern keine Zwischenfälle eintraten –, das ihm den Sieg hätte verwehren können. Doch Viñales stürzte. Rossi lag somit mit einem deutlichen Vorsprung allein an der Spitze. Es gab jedoch keine Zeit für verfrühten Jubel, denn auf einer so tückischen Strecke war nichts sicher. Die Zuschauer hielten den Atem an, als der Franzose, von den Fans wie Johann Zarco 13 Jahre später gefeiert, ins Ziel kam. MotoGPEr behielt bis zum Schluss die Fassung.

Aussicht Alpine ab dem 06.06.2026

Nach 49 Minuten und 12 Sekunden überquerte Louis Rossi als Sieger die Ziellinie. Hinter ihm komplettierten Alberto Moncayo und Álex Rins das Podium, knapp 30 Sekunden zurück. Sie waren beinahe die Überlebenden, denn von den 33 gestarteten Fahrern erreichten nur 15 das Ziel.

An diesem Tag erklang die Marseillaise zum ersten Mal seit fünf Jahren auf dem Bugatti Circuit, seit Mike Di Meglios Sieg in der 125er-Klasse im Jahr 2008. Eine Wartezeit, die kurz erscheinen mag, doch seit der Gründung der Weltmeisterschaft gab es nicht viele französische Fahrer, die in Le Mans gewinnen konnten. Vor diesen beiden Männern gab es nur drei französische Siege in der Sarthe, und seither ist nur Johann Zarco Louis Rossi nachgefolgt.

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Luca Bartolomeo

Zertifizierter Belgier ohne Akzent, der gerne für eine französische Website schreibt. Verantwortlich für die MotoGP

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