Der erste Grand Prix der Saison MotoGPDas Rennen in Thailand verlief für Johann Zarco schwierig. Zwar holte der Franzose mit der LCR Honda seine ersten Saisonpunkte, verpasste aber knapp die von ihm selbst angestrebte Top-10-Platzierung. Dennoch startet Zarco mit einer positiven Einstellung in die Saison 2026, überzeugt davon, dass die Entwicklungsarbeit von Honda über den Winter letztendlich Früchte tragen wird.
Der Franzose hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass der Winter 2026 für ihn und Honda eine entscheidende Phase ist, und möchte vor allem die Basis für konstante Leistungen legen. Dieser Ansatz soll ihn vor den Achterbahnfahrten der letzten Saison bewahren.
„Ich bin froh, in die Meisterschaft zu starten und meine ersten Punkte zu holen.“ Das sagte er den Medien nach dem Rennen. Das ist schon mal eine erste Belohnung. Ich habe das Rennen so gut wie möglich gemeistert. Mehr konnte ich nicht tun, mehr hätte ich nicht erreichen können. Die besonderen Bedingungen an einem sehr heißen Sonntag in Buriram stellten die Reifen aller Fahrzeuge auf die Probe und überraschten den Fahrer aus Cannes. „Ich bin überrascht über den starken Leistungsabfall am Ende. Ich hatte das Gefühl, ich könnte es kontrollieren, aber trotzdem brach die Leistung des Reifens komplett ein.“
Erlebt Honda ein signifikantes Wachstum?
Seit den Wintertests wurde die LCR Honda stetig weiterentwickelt, oft im Schatten der europäischen Hersteller. Doch Zarco spürt, dass sich das Blatt wendet. „Das Motorrad ist auf jeden Fall besser als das letztjährige. Ich habe sogar etwas von der Honda-DNA wiederentdeckt. Wenn man gut damit fährt, lässt es sich gut handhaben.“ Der französische Pilot war begeistert. Das wahre Potenzial der Maschine lässt sich jedoch weiterhin nur schwer ausschöpfen. „Ich kann diese Zone noch nicht ganz erreichen. Es ist noch zu anstrengend. Wir haben noch nicht das richtige Setup, die richtige Balance gefunden, die es mir ermöglicht, dieses Motorrad besser zu nutzen.“
Die Atmosphäre bleibt jedoch ruhig. „Kein Stress. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich ab jetzt Fortschritte machen kann. Seit Malaysia haben wir vieles ausprobiert. Aber seit den Tests am Sonntag in Thailand und diesem Rennen sind wir deutlich konstanter. Wir versuchen herauszufinden, was Zarco braucht. Und es wird sich zeigen.“
Dieser Rückschritt geht einher mit persönlicher Reflexion angesichts des chaotischen Endes der letzten Saison. Nummer 5 hat sich daher für die nächsten zwei Spielzeiten bei Honda ein Ziel gesetzt: „Ich glaube, das habe ich schon mal erlebt, aber ich habe oft die Geduld verloren. Ich war genervt. Genau da möchte ich mich in den verbleibenden zwei Jahren verbessern. Das Talent ist da, die Motivation ist da, die körperliche Fitness ist da. Es geht mir vor allem darum, meine Emotionen zu kontrollieren, damit ich nicht die Geduld verliere.“ Johann Zarco schloss ab.
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