Genius Water. So heißt ein belgisches Rennteam und Unternehmen. Die Firma besteht seit 35 Jahren. An der Spitze steht Peter Houben, Inhaber, Gründer und – ganz nebenbei – auch Fahrer. Das Unternehmen stellt Geräte her, die Trinkwasser reinigen und alle Verunreinigungen entfernen. Sie eliminieren Schwermetalle, Kalk, Chlor, Bakterien und die mittlerweile berüchtigten PFAS, jene persistenten Schadstoffe, die mitunter in Flaschenwasser bestimmter bekannter Marken vorkommen. Peter Houben hat diese Geräte entwickelt, die sowohl an Privatpersonen als auch an Großverbraucher wie Restaurants und Hotels verkauft werden.
„Ich bin weder Physiker noch Chemiker und schon gar kein Ingenieur“, lächelt er. „Ursprünglich habe ich Informatik studiert. Fünf Jahre lang war ich Unteroffizier in der belgischen Armee und für die Kommunikation zuständig. Damals hatte ich einen Nebenjob: Ich verkaufte Wasseraufbereitungsanlagen. Aber die Firma, die ich damals hatte, war nicht sehr seriös. Deshalb beschloss ich, mich selbstständig zu machen und meine eigenen Wasserenthärter herzustellen, indem ich mehrere Patente erwarb. Ich fing ganz von vorne an, und heute beschäftigen wir über 60 Mitarbeiter.“
Ist dieser Gentleman-Fahrer schon seit seiner Jugend im Motorsport aktiv?
„Überhaupt nicht“, lacht er. „Meine Beziehung zum Rennsport ist quasi meine Lebensgeschichte. Man könnte meinen, ich mag einfach keine gewöhnlichen Wege. Lange Zeit bin ich auf sehr hohem Niveau geritten. Ich habe mich auf Springreiten spezialisiert. Mit 50 musste ich aber wegen Rückenproblemen aufhören. Ich habe Sportwagen schon immer geliebt, bin aber noch nie in einem Rennen gefahren. Angefangen habe ich mit privaten Testfahrten im Fun Cup. Eines Tages sah ich in Francorchamps einen Lamera in Aktion. Sein Aussehen und seine Leistung haben mich sofort fasziniert. Von diesem Moment an war klar, dass ich ein Team gründen würde. Wir sind nun schon seit acht Saisons in dieser Meisterschaft dabei. Diese Saison scheint der Erfolg auf unserer Seite zu sein, wie unser vierter Platz in der Gesamtwertung über alle Kategorien hinweg beweist. Aber es gibt keinen Grund, zu früh zu feiern.“ In der Pro-Am-Kategorie haben wir nur 20 Punkte Vorsprung auf unsere Hauptkonkurrenten, die Fahrer des von Hedonic Racing akribisch vorbereiteten Lamera 5. Diese Fahrer sind sehr schnell. Für mich sind sie die Favoriten im Titelrennen.
Sollte sich die Lamera 53 von Genius Water jedoch auf andalusischem Boden als konkurrenzfähiger erweisen als ihr Rivale, die Lamera 5, kehren die Belgier mit dem Titel des Weltmeisters in die Benelux-Länder zurück.
„Das passt uns nur bedingt“, gibt Peter Houben zu. „Natürlich würden wir den Titel liebend gern holen. Allerdings schreiben die Regeln vor, dass wir in die Elite-Kategorie aufsteigen müssen. Ehrlich gesagt fehlt unserer Crew die Höchstgeschwindigkeit, um auf höchstem Niveau mitzuhalten. Deshalb müssen wir mit den Organisatoren von Lamera verhandeln, um in der Pro-Am-Klasse zu bleiben, wo wir uns am wohlsten fühlen.“
Verhandlungsgeschick… Das ist ein Bereich, in dem der flämische Geschäftsmann besonders geschickt zu sein scheint.
Kommentieren Sie diesen Artikel! 0