GT-Weltherausforderung
Nach drei Stunden Anstrengung ist es endlich soweit McLaren Nr. 58, Teil der Pole Position, die gewonnen hat. Dies ist eine kurze Zusammenfassung, die nichts darüber aussagt, was zwischen Start und Ziel der letzten Runde der GT World Challenge passiert ist. Ausdauer auf der Strecke Barcelona-Katalonien umstritten.
Das Rennen änderte sich 1 Stunde und 9 Minuten vor Schluss dramatisch, als der Tresor Attempto Racing Audi R8 LMS GT3 EVO II Nr. 88 am Ausgang von Kurve 8 in die Mauer krachte. Ursache war eine Berührung während eines Duells mit einem Lamborghini, wodurch Rocco Mazzola die Kontrolle verlor. Es folgten eine lange Gelbphase und anschließend eine Safety-Car-Phase, die das Feld vor einem etwa 50-minütigen Schlusssprint zusammenrücken ließ.
Nach dem Neustart bestätigte der McLaren Nr. 58 von Garage 59 sofort seine Überlegenheit, indem er in den Händen von Louis Prette sehr schnell davonfuhr. Der monegassische Rennfahrer raste zum Sieg, begleitet von seinen Teamkollegen Adam Smalley und Dean MacDonald. Dies ist McLarens erster Sieg im Endurance Cup seit Paul Ricard im Jahr 2016, also vor mehr als neun Jahren! Darüber hinaus ist es auch der erste Erfolg für eine Gold-Crew in dieser Kategorie.
Porsche schlägt Mercedes in der GTWC Endurance-Gesamtwertung
Noch besser: Es war ein Gold-Doppel mit dem zweiten Platz für den #777 BMW M4 GT3 EVO von AlManar Racing by WRT. Am Steuer war Jens Klingmann – begleitet von Ben Tuck und Al Faisal Al Zubair – von Raffaele Marciello (#98 BMW von Rowe Racing) überholt worden, doch der Schweizer ließ ihn in der letzten Runde vorbei, wohl wissend, dass er abseits der Strecke überholt hatte. Marciello sicherte sich dennoch den dritten Platz auf dem Podium zusammen mit Augusto Farfus und Jesse Krohn, die als erste Pro-Crew des Rennens ins Ziel kamen.
Andererseits kehrte die Meisterschaft zurück in die Porsche Rutronik Racings Nr. 96 dank eines hervorragenden Schlussstints des Schweizers Patric Niederhauser. Der ehemalige Audi-Pilot lieferte sich einen harten Kampf mit Harry King (Verstappen.com Racing Nr. 33) einen rettenden 7. Platz erringen: Damit konnten Niederhauser und seine Teamkollegen Alessio Picariello und Sven Müller um den GTWC Endurance Meistertitel mit einem Punkt Vorsprung vor der Mannschaft des Mercedes Nr. 48 (Cairoli – Engel – Auer), der auch die Gesamtwertung der Meisterschaft um drei Punkte an Charles Weerts und Kelvin van der Linde (BMW Nr. 32) verlor.

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