Red Bull Ring – Rennen 2: Maro Engel beendet zweijährige Durststrecke, Jules Gounon verpasst das Podium nur knapp

Maro Engel lieferte am Sonntag in Österreich eine strategische Meisterleistung ab und gewann Rennen 2 auf dem Red Bull Ring. Damit feierte er seinen ersten DTM-Sieg seit zweieinhalb Jahren. Ein Dreifachsieg für Mercedes rundete den perfekten Tag für den Stern mit den drei Zacken ab.

veröffentlicht 26/04/2026 à 15:40

Cyprien Juilhard

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Red Bull Ring – Rennen 2: Maro Engel beendet zweijährige Durststrecke, Jules Gounon verpasst das Podium nur knapp

© ADAC Motorsport

Es hat lange gedauert, aber nun ist es endlich soweit. Wenn Maro Engel in den letzten beiden Meisterschaften jeweils den dritten Platz belegt hätte, DTM Mit seinen besten Ergebnissen in dieser Kategorie hatte der Vierzigjährige seit 2023 und seinem Sieg in Zandvoort keinen weiteren Sieg mehr errungen. Engel, ein Musterbeispiel an Konstanz, hatte seitdem zahlreiche Podiumsplätze gesammelt, ohne jemals ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Diese Lücke wurde nun geschlossen: Nachdem er sich die Pole-Position für Rennen 1 gesichert hatte, gewann Maro Engel schließlich Rennen 2 mit souveräner Kontrolle.

Vom fünften Platz aus startet der Deutsche MercedesDas AMG Team Winward hatte es jedoch nicht leicht. Kelvin van der Linde (BMW – Schubert Motorsport) hatte sich die Pole-Position gesichert und einen sauberen Start hingelegt, während dahinter Chaos herrschte. Engel, Auer und Wiebelhaus waren in den ersten Metern in eine Dreierkollision verwickelt, wobei es zu einer leichten Berührung zwischen Auer und dem Ford-Fahrer kam, bevor Engel sich an die Spitze setzte. Van der Linde nutzte dies, um einen komfortablen Vorsprung herauszufahren, während sich seine Verfolger gegenseitig neutralisierten.

Während des Boxenstoppfensters änderte sich alles. Engel kam etwas vor van der Linde zum ersten Stopp an die Box, wodurch er seine Reifen aufwärmen konnte, während der Südafrikaner seinen Stint maximal ausnutzte. Nach dem Verlassen der Boxengasse fuhren die beiden Fahrer Rad an Rad – allerdings mit kalten Reifen am BMW. Engel attackierte außen, van der Linde konnte nicht widerstehen, und der Mercedes übernahm die Führung. Der zweite Boxenstopp bestätigte die Reihenfolge: Trotz eines um 0,8 Sekunden schnelleren Stopps für den BMW behielt der deutsche Fahrer seine Führung und gab sie nicht mehr ab. Engels Sieg ist aus mehreren Gründen historisch: Es ist sein erster in der DTM seit Zandvoort vor zwei Jahren, sein erster für Winward Racing und vor allem der erste für einen Mercedes-Fahrer in der österreichischen DTM seit Marcel Fässler im Jahr 2003.

Jules Gounon widersetzt sich Nicki Thiim

Hinter ihnen entbrannte ein intensives Duell zwischen Jules Gounon und Nicki Thiim um den fünften Platz.Aston Martin Comtoyou Racing setzte den Franzosen im Mercedes mehrere Runden lang unter Druck und beschleunigte auf dem Anstieg zu Kurve 3, bevor es in Kurve 4 zu einem erbitterten Zweikampf kam, bei dem beide Autos rutschten und keiner der Fahrer nachgab. Thiim konnte schließlich vorbeiziehen und fuhr sogar die schnellste Rennrunde – 1:28.497 Minuten in Runde 20 –, bevor Gounon in den letzten zwei Minuten das Blatt wendete und auch van der Linde überholte, um den vierten Platz zu erobern. Der BMW hatte gegen Ende des Rennens sichtlich mit abgefahrenen Reifen zu kämpfen.

Engel sichert sich somit den Sieg mit einem Vorsprung von fast 5 Sekunden auf Marco Wittmann (BMW – Schubert Motorsport), der von Startplatz neun eine starke Aufholjagd hinlegte. Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf) komplettiert das Podium. Ben Dörr (7.) McLaren – Dörr Motorsport), Finn Wiebelhaus (8., Ford – HRT Ford Racing), Thierry Vermeulen (9., Ferrari Oldtimer kaufen bei Metropole Sales – Emil Frey Racing) und Bastian Buus (10., Porsche – Land Motorsport) komplettieren die Top 10.

Für die Lamborghini Temerarios war es wieder einmal ein Rennen im Rennen. Die GRT und die Teams Red Bull Team ABT kämpfte am Ende des Feldes, wobei Bortolotti als 16. der beste Fahrer seines Teams war. Der neue Wagen, der den Huracán GT3 Evo2 ersetzt, muss sich noch einspielen. Tom Kalender (Mercedes-AMG Team Landgraf) schied nach einer Strafe wegen unsicherer Boxenausfahrt in Runde 31 aus.

In der Meisterschaftswertung führt Maro Engel mit 44 Punkten vor Lucas Auer (37 Punkte). Die nächste Runde findet am 23. und 24. Mai in Zandvoort statt.

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