Als erster Franzose seit Alexandre Prémat im Jahr 2004, der in Macau gewann, schrieb Théophile Naël Geschichte. Der Fahrer aus Saint-Étienne, der den Macau Grand Prix nach einem packenden Rennen für sich entschied, ließ die französische Nationalhymne, die Marseillaise, auf dem Guia-Circuit zum zweiten Mal erklingen – nur wenige Stunden nach Jules Roussels Sieg im Formel-4-Weltcup. Tatsächlich standen bei diesem Formel-Regional-Rennen sogar zwei französische Fahrer auf dem Podium: Enzo Deligny sicherte sich den dritten Platz direkt hinter dem Spanier Mari Boya.
Théophile Naël, der von Startplatz drei ins Rennen ging, fiel sogar auf den vierten Platz zurück, direkt hinter Enzo Deligny, der einen besseren Start erwischt hatte. Während sich Freddie Slater und Mari Boya an der Spitze einen erbitterten Kampf lieferten, schien der Brite auf dem besten Weg zu einem weiteren brillanten Sieg. Doch beim letzten Neustart unter Safety-Car-Bedingungen wurde er geschlagen. Der italienische Formel-4-Meister verschätzte sich leicht und übertrieb es anschließend in dem Versuch, Boden gutzumachen. Nach dem Aufprall auf die Mauer verlor Freddie Slater seinen Heckflügel und beging damit einen seiner ersten großen Fehler des Jahres, der ihn einen Podiumsplatz kostete, der zum Greifen nah schien.
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Ein letztes, entscheidendes Überholmanöver für Naël
In den letzten Rennminuten führte Mari Boya vor Enzo Deligny auf Platz zwei und Théophile Naël auf Platz drei. Naël verzögerte seinen Bremsvorgang bis zum Ende der Geraden und demonstrierte sein Können auf der Außenlinie. Schließlich gelang ihm ein beinahe unglaubliches Manöver. Dank Boyas leichtem Bremsmanöver konnte der Fahrer aus Saint-Étienne seine beiden Konkurrenten kurz vor dem Einsatz des letzten Safety-Cars mit einem einzigen Zug überholen. Insgesamt schieden fünf Fahrer aus dem Rennen aus.
Von den anderen französischen Fahrern belegte Taito Kato – der an diesem Wochenende mit einer französischen Lizenz antrat – den fünften Platz, während Evan Giltaire Sechster wurde. Erwähnenswert war auch der vielversprechende vierte Platz von Mattia Colnaghi, dem Eurocup-3-Champion, der nach einem schwierigeren Start ins Wochenende noch glänzen konnte.

dedeHJ37
16 um 11:2025 Uhr
Vielen Dank an all diese jungen Menschen! Frankreich hat das ganze Wochenende über hell erstrahlt. Lasst uns auf neue Hoffnung hoffen, das ist in diesen schwierigen Zeiten so selten.