Wehrlein gewinnt in Jeddah und übernimmt die Führung in der Meisterschaft

Pascal Wehrlein, der ein perfekt kontrolliertes Rennen fuhr, gewann souverän in Jeddah (Saudi-Arabien) am Ende eines E-Prix, der von Angriffsstrategien und Boxenstopp-Boosts geprägt war.

veröffentlicht 13/02/2026 à 21:26

Valentin GLO

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Wehrlein gewinnt in Jeddah und übernimmt die Führung in der Meisterschaft

Foto Julien Delfosse / DPPI

Als Dritter startend, der Pilot Porsche Die Aktivierung des 50-kW-Leistungsboosts verzögerte sich nach dem obligatorischen Stopp – eine entscheidende Entscheidung, die es dem Team ermöglichte, im Finale einen Vorsprung von rund acht Sekunden herauszufahren.

Hinter ihm hegte Edoardo Mortara lange Zeit Unmut. Der Schweizer Fahrer des Mahindra-Teams, der von der Pole-Position gestartet war, hatte zu Beginn Schwierigkeiten und fiel bis zum Ende der ersten Runde auf den fünften Platz zurück. Eine starke Aufholjagd, unterstützt durch einen späten Angriff, sicherte ihm schließlich den zweiten Platz.

Die Dynamik im Schlussrennen bestätigte den Vorteil verzögerter Strategien. Mitch Evans (Jaguar) nutzte dies, um sich von der Mitte der Top Ten auf den dritten Platz vorzuarbeiten und damit seinen zweiten Podiumsplatz in Folge zu sichern. Nico Müller (Porsche) komplettierte die Top Vier vor António Félix da Costa (Jaguar), während Nick Cassidy (Citroën), obwohl er nur von Startplatz 13 ins Rennen ging, sich nach einer starken Aufholjagd den sechsten Platz sicherte.

Dank des Sieges und der schnellsten Runde sicherte sich Wehrlein 26 Punkte und übernahm mit 64 Punkten die Führung in der Fahrerwertung vor Cassidy (48). Porsche übernahm zudem die Führung in der Team- und Konstrukteurswertung und bestätigte damit den starken Saisonstart der deutschen Marke.

Ein lebhaftes Rennen von Beginn an

Der E-Prix hatte dennoch unter angespannten Umständen begonnen. Der vorzeitige Rückzug von Nyck de Vries Mahindra hatte die Startaufstellung bereits vor dem Start verändert, doch Mortaras schlechter Start sorgte sofort für eine Neuordnung. Maximilian Günther (DS Penske) nutzte die Chance und ging als Erster in die erste Kurve, gefolgt von Norman Nato (Nissan) und dem jungen Taylor Barnard (DS Penske), während Wehrlein weiterhin im Rennen blieb.

Eine Gelbphase mit anschließendem Einsatz des Safety-Cars nach einer Kollision zwischen Pepe Martí (Cupra Kiro) und Zane Maloney (Lola) unterbrach das Rennen kurzzeitig. Beim Neustart übernahm Nato die Führung, bevor mit Annäherung des Boxenstopp-Fensters die Energiestrategien zum Tragen kamen.

Wehrlein baute seinen Sieg dann Schritt für Schritt aus: Er überholte Günther, übernahm die Führung und aktivierte dann im perfekten Moment den Angriffsmodus, um sich zur Hälfte des Rennens endgültig den Vorsprung zurückzuerobern. Dahinter häuften sich die Angriffe, insbesondere von Mortara und Evans, doch sie brachten den deutschen Fahrer nie in Bedrängnis, der bis zur Zielflagge souverän führte.

Dieser Sieg bringt Wehrlein in eine ideale Ausgangsposition für den nächsten Lauf, der diesen Samstag unter Flutlicht in Jeddah stattfindet. Dieses Ereignis könnte bereits die sich abzeichnende Rangfolge einer Saison bestätigen, in der Porsche seinen anfänglichen Vorsprung in einen ernsthaften Angriff auf den Weltmeistertitel ummünzen will.

Formel E – Jeddah
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Valentin GLO

Journalist. Langstreckenreporter (WEC, IMSA, ELMS, ALMS) und manchmal F1 oder IndyCar.

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Bemerkungen

1 Kommentare)

Yves-Henri RANDIER

14 um 02:2026 Uhr

Eine Vorschau auf die Formel-1-Rennen 2026, die nun von der Boxenmauer aus ferngesteuert werden, um den Stromverbrauch zu optimieren?

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