Die 2,374 km lange Rennstrecke, die sich auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Flughafens befindet, zählt zu den anspruchsvollsten im Rennkalender. Ihre raue Oberfläche, die technische Gestaltung und die Tatsache, dass die Rennen oft im Pulk ausgetragen werden, machen sie zu einer Strecke, auf der das Energiemanagement eine entscheidende Rolle spielt. Diese Gegebenheiten versprechen einmal mehr unvorhersehbare und strategische Szenarien.
Auf dieser Strecke haben Nick Cassidy und Jean-Éric Vergne starke Leistungen gezeigt. Der Neuseeländer hat dort seit Einführung der GEN3-Ära (2023, 2024, 2025) drei Mal in Folge gewonnen und Berlin damit zu einer seiner Lieblingsstrecken gemacht. Der Franzose hingegen kann auf beeindruckende Konstanz zurückblicken: Vier Pole-Positions und acht Podiumsplätze auf dieser Strecke unterstreichen seine Meisterschaft in den spezifischen Charakteristika von Tempelhof.
Das Wochenende verspricht besonders anspruchsvoll zu werden, denn es gibt zwei unterschiedliche Rennformate. Im siebten Lauf am Samstag wird der Pit Boost eingeführt, und der Angriffsmodus kann einmalig für sechs Minuten aktiviert werden. Dieses System könnte die Dynamik der traditionell sehr dicht beieinander liegenden Berliner Rennen drastisch verändern, indem es aggressivere Strategien begünstigt.
Am Sonntag kehrt Runde 8 zu einem klassischeren Format zurück, ohne Pit Boost, dafür mit acht Minuten frei nutzbarem Angriffsmodus. Diese Änderung erfordert von den Teams hohe Anpassungsfähigkeit und ein genaues Analysieren des Rennverlaufs.
Citroën hat in dieser Saison bereits mit Cassidy gewonnen.
Citroën Racing geht mit berechtigten Ambitionen in dieses Rennen. Das Team hat seit Saisonbeginn vielversprechende Leistungen gezeigt, von einem Podiumsplatz in São Paulo bis hin zu einem bemerkenswerten Sieg in Mexiko mit Cassidy, und die Saisonpause zudem genutzt, um einige Schwächen zu beheben. In diesem Zusammenhang scheint Berlin ein Wendepunkt zu sein.
« Berlin ist in der Saison immer ein Schlüsselmoment, besonders bei einem Doppelrennen. Die Kombination aus Pit Boost und Strategien im Angriffsmodus sorgt für zusätzliche Komplexität. " betont Cyril Blais, Teamchef. Wir haben zu Beginn der Saison gutes Potenzial gezeigt, aber das Ziel ist nun, konstant zu sein und jede Chance optimal zu nutzen. »
Nick Cassidy zeigt sich ebenfalls selbstbewusst, da er auf einer Rennstrecke antritt, auf der er eine besonders gute Bilanz vorweisen kann: Berlin ist eine Strecke, auf der ich in den letzten Jahren oft gute Ergebnisse erzielt habe. Mit dem Pit Boost am Samstag wird die Herausforderung noch interessanter. Das Ziel ist klar: in beiden Rennen so viele Punkte wie möglich holen. »
Jean-Éric Vergne teilt diesen Anspruch und betont die in Tempelhof erforderliche Präzision. Es handelt sich um eine sehr technische Schaltung, die Effizienz belohnt. analysiert der Franzose. Der unterschiedliche Rennformat wird für anhaltenden Druck sorgen. Unser Ziel ist es, unsere Anstrengungen über das gesamte Wochenende in solide Ergebnisse umzusetzen. »
Mit zwei Rennen, sich ständig weiterentwickelnden Strategien und einem hohen Einsatz im Titelkampf steht für Citroën Racing in Berlin viel auf dem Spiel. Dieses Wochenende könnte sich als entscheidend für den Rest der Saison erweisen.
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