Meister der zweiten Saison und seit Beginn der Disziplin am Start, Sébastien Buemi hat bereits einen mehrjährigen Vertrag mit Envision unterzeichnet, der 2025 endet. Die Zukunft ist jedoch nicht völlig gesichert: Bis 2027 könnte die Koexistenz zwischen den beiden Systemen gefährdet sein. Formel E Auch die FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft, an der er ebenfalls teilnimmt, könnte ein Problem darstellen. Der Fahrer hatte bereits in der Vergangenheit angedeutet, dass er bei Terminkonflikten nicht mehr in Elektrofahrzeugen fahren würde – eine Situation, die in dieser Saison zwar nicht besteht, deren Entwicklung aber für die kommenden Saisons ungewiss bleibt.
Wenn diese Terminkonflikte vermieden werden können, dürfte Sébastien Buemi logischerweise weiterhin für Envision, das Kundenteam von Jaguar, fahren, wenn der Gen4 in der 13. Saison (2026–2027) eingeführt wird. Trotz seines Status als Kundenteamfahrer hatte der Routinier die seltene Gelegenheit, den zukünftigen Jaguar direkt zu testen – ein Privileg, das es ihm ermöglichte, das Ausmaß der Veränderungen im Vergleich zum aktuellen Gen3 Evo konkret einzuschätzen.
Interviewt in Miami von RacingNews365 Sébastien Buemi verbarg seine Zufriedenheit über seine ersten Eindrücke nicht: „Es war in gewisser Weise beeindruckend. In manchen Aspekten hatte ich vielleicht mehr erwartet. Aber ja, das Fahrgefühl ist völlig anders. Das Auto ist sehr groß, viel schneller und viel schwerer. Ein Aerodynamikpaket mit hohem Abtrieb und ein anderes mit niedrigem Abtrieb verändern alles.“
Eine Gen4, die die Leistungsskala verändert
Abgesehen von den Leistungsdaten war es vor allem die Wirkung auf Stadtkursen, ein Markenzeichen der Formel E, die die Schweizer beeindruckte. „Ich glaube, dass sich das gesamte Formel-E-Ökosystem weiterentwickeln muss, und Rennen auf Strecken wie Miami werden dann nicht mehr möglich sein. Mit einem Auto wie diesem und der Leistung, die es erbringen kann, möchte man es natürlich auch allen zeigen können. Man möchte auf einer Rennstrecke fahren, wo man sein volles Potenzial demonstrieren kann.“ Diese Bemerkungen verdeutlichen eine große Herausforderung für die Organisatoren: die Anpassung der Strecken an ein Auto schwerer, schneller und mit variablen aerodynamischen Konfigurationen ausgestattet, ist es in der Lage, sein volles Potenzial auszuschöpfen.
Sébastien Buemi fährt seit 2014 jede Generation von Elektroautos und verfolgt die kontinuierliche technologische Entwicklung des Rennsports mit großem Interesse. Wie andere Pioniere ist er gespannt, was die vierte Generation (Gen4) dem Rennsport bringen wird. Und diese ersten Erfahrungen scheinen seine Motivation, dabei zu bleiben, nur noch bestärkt zu haben.
Auf die Frage, ob ihn dieses neue Auto dazu ansporne, in der Formel E weiterzumachen, antwortete er ohne zu zögern: „Ja, das ist klar, ein großer Schritt. Schon der Wechsel zum Gen3 Evo mit den besseren Reifen und dem Allradantrieb war großartig. Ich hoffe also sehr, dass wir einen Weg finden, so weiterzumachen.“
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Hinter dieser Begeisterung verbirgt sich jedoch eine realistische Vorsicht: Die endgültige Entscheidung hängt nicht allein von ihm ab, sondern auch von der Terminplanung zweier wichtiger Meisterschaften in seiner Karriere. Eines ist sicher: Nach diesem ersten Testlauf in der Gen4 ist Sébastien Buemi motivierter denn je, seine Geschichte in der Formel E fortzusetzen.
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Yves-Henri RANDIER
09 um 02:2026 Uhr
„Die Strecken werden an einen schwereren, schnelleren Einsitzer mit variablen Aerodynamikkonfigurationen angepasst, der sein volles Potenzial ausschöpfen kann.“ Das erinnert an die Entwicklung der Formel 1 in den kommenden Jahren, deren Strecken zunehmend ungeeignet für ihr Potenzial sein werden! Wird die Formel E künftig auf echten Rennstrecken fahren müssen (und sich womöglich Vergleichen mit der Formel 1 aussetzen müssen), anstatt auf eher „Mario Kart“-artigen Stadtkursen? Eines ist sicher: Die vierte Generation wird nicht lauter sein als die drei vorherigen Generationen von Kaffeemühlen …