Wie sich Roar Before the 24 in den letzten Jahren grundlegend verändert hat

Als Generalprobe für die 24 Stunden von Daytona hat das Roar Before the 24 in den letzten Saisons eine bemerkenswerte Veränderung seines Formats und seiner Rolle bei der Vorbereitung auf den Florida-Klassiker erfahren.

veröffentlicht 18/01/2026 à 18:42

Valentin GLO

  Kommentieren Sie diesen Artikel! 0

Wie sich Roar Before the 24 in den letzten Jahren grundlegend verändert hat

© IMSA

Der „Roar Before the 24“ ist ein obligatorischer offizieller Test für alle Teams, die an den 24 Stunden von Daytona teilnehmen. Er findet auf dem Straßenkurs des Daytona International Speedway statt und ermöglicht es den Teams, ihre Fahrzeuge zu testen, Nachtfahrten durchzuführen und die spezifischen Setups vorzubereiten, die für das anspruchsvollste Langstreckenrennen der Meisterschaft erforderlich sind. IMSA.

Bis zum Ende der 2010er Jahre fand der Roar üblicherweise Anfang Januar statt, manchmal mehrere Wochen vor den Rolex 24. Sein Format war damals einfach: mehrere freie Trainingssitzungen, die sich über das Wochenende erstreckten, ohne direkten sportlichen Wert, aber mit einer entscheidenden Bedeutung für Zuverlässigkeit und Leistung.

Ein strafferer Zeitplan und ein neu gestaltetes Format

Eine erste größere Änderung erfolgte Anfang der 2020er Jahre. Ab 2021, in einem Kontext, der von der Neuorganisation der Kalender und den logistischen Einschränkungen nach Covid geprägt war, beschloss die IMSA, den Roar näher an die Rennwoche heranzurücken und ihn nun direkt vor den Rolex 24 zu platzieren.

Durch diese engere Verbindung verändert sich der Charakter der Veranstaltung grundlegend: Der Roar wird nicht länger zu einer fernen Prüfung, sondern zu einer unmittelbaren Generalprobe, die vollständig in die Vorbereitung auf das Rennen integriert ist.

Die Ära der Qualifikationsrennen (2021-2022)

Die radikalste Veränderung erfolgte 2021 mit der Einführung eines 100-minütigen Qualifikationsrennens im Rahmen des Roar. Dieses Event – ​​oft auch Motul Pole Award 100 genannt – bestimmt die Startaufstellung für die 24 Stunden von Daytona.

In den Saisons 2021 und 2022 beschränkte sich das Roar-Rennen nicht mehr nur auf Testfahrten, sondern entwickelte sich zu einem Hybrid-Event, das Streckenzeit, Strategie und echten Wettbewerb miteinander verband. Obwohl die Initiative für Spannung und unmittelbare sportliche Herausforderungen sorgte, wurde sie auch wegen des zusätzlichen Drucks auf die Teams kritisiert, die bereits vor dem Start des Florida-Klassikers ein komplettes Rennen bewältigen mussten.

Rückkehr zu einem traditionelleren Format ab 2023

Ab 2023 geht die IMSA einen bewussten Schritt zurück. Das Qualifikationsrennen entfällt, und das Roar kehrt zu einem Format zurück, das näher an seinen ursprünglichen Wurzeln liegt: offizielle Testsessions für alle Kategorien (GTP, LMP2, GTD Pro, GTD), Tag- und Nachtfahrten sowie klassische Qualifikationssitzungen, ähnlich denen der übrigen Saison, um die Startaufstellung für die Rolex 24 zu ermitteln.

Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Teamvorbereitung zu vereinfachen und den Fokus des Roar wieder auf seine Hauptfunktion zu richten: die Maximierung der Fahrzeit und der Qualität der gesammelten Daten.

Ein erneuter Fokus auf reines Testen

Die bedeutendste Änderung seit 2025 ist, dass das offizielle Qualifying für die 24 Stunden von Daytona nicht mehr während des Roar, sondern in der Rennwoche, üblicherweise am Donnerstag vor dem Rennen, stattfindet. Der Roar wird somit zu einem Wochenende, das ausschließlich dem Training gewidmet ist und keinen direkten Einfluss auf die Startaufstellung hat.

Durch diese Neuausrichtung können die Teams ohne den unmittelbaren Zeitdruck arbeiten, während sich die Rennwoche auf die entscheidenden Momente konzentriert: Qualifying, Finalnacht-Sessions und die steigende Medienspannung.

Eine Veranstaltung, die durch die Rahmenrennen aufgewertet wurde.

Parallel zu diesen Entwicklungen hat sich das Roar-Event zu einem vollwertigen Wochenend-Event mit integrierten Rahmenrennen entwickelt. Die VP Racing SportsCar Challenge (Nachfolger der IMSA Prototype Challenge) trägt dort nun zwei Sprintrennen aus und bietet so spannende Action auf der Strecke, während sie gleichzeitig das IMSA WeatherTech-Programm ergänzt.

Eine nun geklärte Identität

Nach jahrelangen Experimenten scheint das „Roar Before the 24“ nun ein stimmigeres Gleichgewicht gefunden zu haben. Weniger spektakulär als in der Ära der Qualifikationsrennen, bleibt es dennoch essenziell: Es ist der entscheidende Moment, in dem technische Hierarchien festgelegt, GTP-Pakete validiert und die Grundlagen für eine erfolgreiche Rolex 24 gelegt werden.

LESEN SIE AUCH > Roar Daytona – Tag 2: Cadillac ist dabei, aber Porsche behält die Kontrolle

Valentin GLO

Journalist. Langstreckenreporter (WEC, IMSA, ELMS, ALMS) und manchmal F1 oder IndyCar.

Autohebdo Store

Siehe den Shop

Kommentieren Sie diesen Artikel! 0

Auch zu lesen

Bemerkungen

0 Kommentare)

Schreiben Sie eine Rezension