Die LMP2-Klasse wird nicht eingestellt, sondern erfindet sich neu. Der Automobile Club de l'Ouest (ACO) hat die Einführung einer neuen Generation dieser Kategorie bestätigt, die 2028 in allen ACO- und LMEM-Meisterschaften (Le Mans) zum Einsatz kommen soll. Ausdauer Management), 24 Stunden von Le Mans Diese Erneuerung erfolgt nach neun Jahren treuen Dienstes der aktuellen Generation, die 2017 eingeführt wurde und von der seitdem mehr als 200 Fahrzeuge gebaut wurden. Diese Langlebigkeit zeugt vom Erfolg des Konzepts, erfordert nun aber eine umfassende Überarbeitung.
Die LMP2-Kategorie nimmt einen zentralen Platz in der globalen Langstreckenrennsportpyramide ein, insbesondere durch dieELMENDie renommierte Europameisterschaft. Ihr Leistungsniveau – zwischen Hypercars und GT3 – macht sie zum idealen Sprungbrett in die Königsklasse. Genau diese Positionierung will der ACO mit der neuen Generation bewahren und festigen, indem er das Chassis modernisiert, ohne dabei die Essenz dessen zu verändern, was die Kategorie seit Jahren erfolgreich macht.
Gezielte Veränderungen, eine bewahrte Philosophie
Aus technischer Sicht wird der zukünftige LMP2-Rennwagen ein Leistungsniveau nahe der aktuellen Generation beibehalten. Das Zielgewicht liegt bei 950 kg, und der Motor wird weiterhin von Gibson Technology geliefert – ein 420 kW starker V6-Turbomotor. Zwei Chassis-Hersteller sind beteiligt: Ligier Automotive und Oreca, die beide bereits an der aktuellen Generation mitgewirkt haben. Goodyear bleibt exklusiver Reifenlieferant. Die aerodynamischen Eigenschaften werden sich nur geringfügig ändern; es sind jedoch spezifische Anpassungen geplant, um den besonderen Anforderungen des Circuit de la Sarthe gerecht zu werden.
Die bedeutendste Änderung betrifft die Sicherheit. Die neue Generation wird über eine verbesserte Überlebenszelle verfügen und damit einen wichtigen Fortschritt beim Fahrerschutz darstellen. Auch das Design wird modernisiert, obwohl der ACO die genauen Details des zukünftigen Fahrzeugs noch nicht bekannt gegeben hat. Diese gezielten Weiterentwicklungen spiegeln ein klares Ziel wider: die LMP2-Klasse weiterzuentwickeln, ohne ihre Kernidentität zu verändern und einen abrupten Bruch zu vermeiden, der ein erfolgreiches System schwächen könnte.
Die Kostenkontrolle ist ein zentrales Thema des Projekts.
Bezahlbarkeit steht bei den Spezifikationen dieser neuen Generation im Mittelpunkt. Der ACO hat ausdrücklich erklärt, dass die Kostensteigerungen begrenzt und kontrolliert werden – ein Versprechen, dessen Glaubwürdigkeit entscheidend für die Teilnahme privater Teams sein wird. Genau an diesem Punkt sind neue Generationen von Langstreckenprototypen in der Vergangenheit mitunter gescheitert, da die tatsächlichen Kosten letztendlich die ursprünglichen Prognosen überstiegen. Die Beschränkung auf nur zwei Chassis-Hersteller und einen einzigen Motorenlieferanten trägt zu dieser Kostenkontrolle bei.
Der Startplatz der LMP2-Klasse ist ebenfalls gesichert: Feste Zusagen liegen für die 24 Stunden von Le Mans, die European Le Mans Series (ELMS) und die Asian Le Mans Series (ALMS) vor. Pierre Fillon, Präsident des ACO, fasste die Ziele des Projekts wie folgt zusammen: „Mit dieser Generation 2028 bauen wir auf bewährten Erfolgen auf und bereiten uns gleichzeitig auf die Zukunft vor: durch mehr Sicherheit, den Erhalt von Leistung und Fahrspaß sowie die Gewährleistung der Kostenkontrolle für unsere Wettbewerber.“ Die vollständigen technischen Details und das endgültige Design des Fahrzeugs werden erst in den kommenden Monaten bekannt gegeben.
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