Alexander Wurz, geboren 1974 in Waidhofen an der Thaya, Österreich, beschritt nicht immer den klassischen Weg hin zu Formule 1Bevor er in den Motorsport wechselte, machte sich der junge Österreicher auf zwei Rädern einen Namen: Als BMX-Weltmeister mit nur 12 Jahren legte er den Grundstein für ein ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl und ein hohes Geschwindigkeitsgefühl, die ihm sein Leben lang zugutekommen sollten. Anschließend machte er Fortschritte im Kartsportdann in der Formel Ford und in Formule 3 Als Europäerin erregte sie schnell die Aufmerksamkeit von Ausdauerrennställen und AutoIm Jahr 1996, noch vor seinem Formel-1-Debüt, gewann er den legendären 24 Stunden von Le Mans am Steuer eines Porsche WSC-95, womit er zum jüngsten Gewinner des Wettbewerbs in der Gesamtwertung wurde.
Die Formel 1 öffnete ihm 1997 die Türen, als er für einige Rennen bei Benetton den erkrankten österreichischen Rennfahrer-Star Gerhard Berger ersetzte. Er überraschte alle, indem er bereits in seinem dritten Grand Prix in Silverstone gegen deutlich erfahrenere Fahrer aufs Podium fuhr. Diese Leistung unterstrich sein unbestreitbares Talent und sicherte ihm für die folgende Saison einen Stammplatz bei Benetton. In einem anspruchsvollen Auto kämpfte er konstant im Mittelfeld und belegte in der Weltmeisterschaft 1998 den achten Platz – sein bestes Ergebnis in der Formel 1.
In seinen Anfangsjahren zeichnete er sich durch Konstanz und taktisches Geschick aus, auch wenn die Ergebnisse nicht ganz seinen Erwartungen entsprachen. Insgesamt bestritt er 69 Grand Prix, erzielte 45 Punkte, erreichte drei Podiumsplätze und fuhr eine schnellste Runde. Zwar gelang ihm nie ein Sieg, doch er hielt sich stets unter den Top Ten, wann immer es sein Auto zuließ.
Eine abwechslungsreiche und engagierte Karriere
Nach seiner Zeit bei Benetton wurde Alexander Wurz Testfahrer für McLaren, eine strategische Rolle, die ihn in der Nähe der Spitzenklasse hält. Anschließend nutzte er einige Gelegenheiten, wieder in Rennen zu steigen, insbesondere 2005, bevor er für eine Saison als Vollzeitfahrer zurückkehrte. Williams 2007. Obwohl seine Ergebnisse in diesem Jahr bescheiden blieben, erreichte er dennoch einen Podiumsplatz und stellte seine Professionalität auf jeder Rennstrecke unter Beweis. Abseits der Formel 1 glänzte der Österreicher auch im Langstreckenrennsport: 2009 gewann er zum zweiten Mal die 24 Stunden von Le Mans, diesmal mit Peugeotund festigte damit seinen Ruf in einer anspruchsvollen Disziplin.
Obwohl er seine aktive Rennfahrerkarriere beendet hat, ist Alexander Wurz dem Motorsport treu geblieben. Er ist Präsident der Grand Prix Drivers' Association (GPDA) und setzt sich in dieser Funktion aktiv für die Sicherheit der Fahrer ein und beteiligt sich an Diskussionen über die Zukunft des Sports. Zudem arbeitet er als Kommentator und FIA-Rennkommissar bei ausgewählten Rennen und gibt seine Erfahrung an die nächste Generation von Fahrern weiter.
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